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Streitkultur: Selly Wane für Streitkultur-Award nominiert

Streitkultur : Selly Wane für Streitkultur-Award nominiert

Der Essener Kreativunternehmer Reinhard Wiesemann hat einen Preis gestiftet, der zur Verbesserung der Streitkultur beitragen soll. Der S.E.N.S.S.-Award ist mit 20.000 € dotiert. Neben der Wochenzeitung DIE ZEIT ist auch eine Cafébesitzerin aus Wuppertal nominiert: Selly Wane vom SWANE Design Café.

Der Award wird im April in der Kreuzeskirche in Essen verliehen. Aktuell sind über fünfzig Initiativen, Einzelpersonen, Vereine und Presseorgane aus der ganzen Republik nominiert worden - und eben auch Selly Wane. Der sperrigen Namen "S.E.N.S.S.-Award" steht für "Seid euch nicht so sicher" und honoriert diejenigen, die es noch wagen, sich auf die Meinung anderer einzulassen, zuzuhören und "richtig" zu streiten.

Und das tut Selly Wane. Im März 2017 geriet sie mit der Veranstaltungs-Reihe "Wir stellen uns vor" in den Fokus der Aufmerksamkeit. Zu der ersten Veranstaltung lud sie die Landtagskandidaten der Parteien zu einer Diskussionsrunde ein. Eingeladen war auch die AfD, was für reichlich Trubel sorgte: Die Veranstaltung wurde von Linksautonomen verhindert. Im Januar 2018 fand zum ersten Mal die Veranstaltung "Wuppertal spricht - das Café der Demokratie", eine Art demokratische Speakers' Corner, im SWANE statt, in der jeder Wuppertaler die Möglichkeit hatte, Impulse zu geben und Sorgen anzusprechen.

Noch bis Ende Januar kann jeder, dem das zivilisierte Streiten, das die Meinung des Anderen achtet, am Herzen liegt, Initiativen, Vereine, Firmen und Einzelpersonen für den S.E.N.S.S.-Award nominieren.