"Pro Seilbahn" Wuppertal: Diskussion auf Küllenhahner Dachterasse

Diskussion von „Pro Seilbahn“ auf Küllenhahn : Mit Video: Peter Vorsteher bittet auf seine Dachterasse

Peter Vorsteher, Vorsitzender des Vereins „Pro Seilbahn“, wohnt selbst in Sichtweite der möglichen Seilbahntrasse auf Küllenhahn. Am Freitag (10. Mai 2019) lud er zu Diskussion und Pressegespräch auf seine Dachterasse ein.

„Dort zwischen Tanne und Laubbaum wird die Seilbahn hochgehen“, sagt Vorsteher und deutet mit der Hand in Richtung Tal. Über die ganze Sichtbreite seiner Dachterasse werden die Seilbahngondeln entlang pendeln, von rechts nach links und wieder zurück, über den nahe gelegenen Lavaterweg bis zur Bergstation. Ein bisschen wie in den Alpen wird der Anblick auf die Nachbarschaft dann für Vorsteher von seiner Dachterasse aus aussehen.

Aber der Vorsitzende des Vereins befürwortet das Seilbahnvorhaben. „Ich denke in die Zukunft. Ich bin jetzt 62 Jahre alt. In ein paar Jahren werde ich mein Auto nicht mehr so oft benutzen, kann dann aber ein paar Schritte zu Fuß gehen und innerhalb weniger Minuten nach Elberfeld ins Tal pendeln“, sagt er. Und das ganz unabhängig vom Wetter. „Im Winter stehen hier oben die Busse quer, dann fährt gar nichts mehr.“ Nur die Seilbahn, die würde schweben, ungefähr 60 Meter von seinem Haus entfernt über die Küllenhahner Nachbarschaft.

Um seinen Argumenten für den Bau einer Seilbahn Nachdruck zu verleihen, hat Peter Vorsteher den Verkehrsexperten Tim Holthaus und WSW-Aufsichtsratvorsitzenden Dietmar Bell auf seine Terasse eingeladen, zu einen Gespräch, dass aufgezeichnet wird von der Werbeagentur „Freitag!“ und geführt von Moderator Andreas Menz. Finanziert wird die Filmproduktion durch Spendengelder des Vereins.

Tim Holthaus, Moderator Andreas Menz und Dietmar Bell vor laufender Kamera auf Peter Vorstehers Dachterasse. Foto: Wuppertaler Rundschau

Vor laufender Kamera diskutieren die Teilnehmer, ob die Seilbahn den Busverkehr ersetzen, einen Beitrag zur Verkehrswende leisten oder die Entwicklung des Wuppertaler Radverkehrs stützen kann. Wetterfestigkeit, Privatsphäre und Barrierefreiheit kommen ebenfalls zur Sprache. „Die Seilbahn wird an 365 Tagen im Jahr fahren und erst bei einer Windgeschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde den Betrieb einstellen“, erklärt Dietmar Bell und ergänzt: „Ja, wir als WSW trauen uns den Betrieb einer Seilbahn ausdrücklich zu.“ Zum Thema Privatsphäre, gerade für die Nachbarn von Peter Vorsteher ein großes Thema, äußert er sich wie folgt: „Es gibt mittlerweile technische Systeme, durch die gesteuert Scheiben eingetrübt werden können. Sobald es unproblematisch ist, wird die Sicht wieder frei.“

Vorsteher zur Seilbahn: „Ich denke in die Zukunft“

Zur Sprache kommt nicht nur die Situation oben auf dem Berg, sondern auch die Station im Tal. Ungefähr 12 Meter wird die Talstation das Gebäude des Bahnhofs am Döppersberg überragen. Ein Architekturwettbewerb wurde bereits festgeschrieben, bei dem auch das historische Erscheinungsbild des Bahnhofgebäudes und der ehemaligen Bundesbahndirektion berücksichtigt werden soll.

Sobald die Kameras ausgeschaltet sind, meldet sich auch der Chef der Werbeagentur zu Wort und spricht sich für den Bau der Seilbahn aus. „Die Stadt hat es den Bürgern überlassen, eine Diskussion über die Seilbahn zu führen, also müssen wir das jetzt eben machen. Das, was die Stadt leistet, ist wirklich mau.“

(flo)
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