„Die Plattform ermöglicht es Pendlerinnen und Pendlern, Fahrten flexibel zu teilen, Kosten zu reduzieren und alltägliche Wege effizienter zu gestalten“, so die Neue Effizienz gemeinnützige GmbH als Initiatorin. „Der Start markiert einen wichtigen Meilenstein im regionalen Transformationsprozess: Erstmals wird ein digital gestütztes Mitfahrangebot bereitgestellt, das speziell auf die Bedürfnisse der Region zugeschnitten ist.“
In den kommenden Monaten soll die Plattform nach und nach erweitert werden, „um weitere Funktionen, Partnerunternehmen und Anwendungsfälle einzubinden“.
Mit Blick auf die nächste Vollsperrung der Bahnstrecke ab dem 20. März sei klar, „dass ergänzende Mobilitätsangebote dringend gebraucht werden. bergisch.move ist dabei kein Ersatz für den ÖPNV, sondern ein zusätzlicher Baustein, der die Region widerstandsfähiger macht.“
Die Plattform bietet nach eigenen Angaben unter anderem folgende Funktionen:
● Individuell angepasste Unternehmensseite für teilnehmende Arbeitgeber (eigenes Logo, etc.)
● Systemgestütztes Matching von Pendelrouten
● Spezifische Zustiegspunkte der Nutzerinnen und Nutzern in Quartieren oder Gewerbegebieten
● Möglichkeit, Fahrer / Mitfahrer nach Kriterien auszuwählen (z.B. frauenexklusiv)
Die „Neue Effizienz“ hatte 2025 eine Kurzstudie durchgeführt, um insbesondere die Perspektive der Unternehmen einzubeziehen: „In Gesprächen mit den größten Wuppertaler Arbeitgebern wurden Bedarfe, Hemmnisse und Potenziale identifiziert. Auf dieser Grundlage entstand der Förderantrag ,koop-mobil‘, der vom Bundesministerium für Verkehr bewilligt wurde. Er ermöglicht es, theoretische Überlegungen nun in der Praxis zu testen – bergisch.move ist einer der zentralen Bausteine dieses Gesamtprojekts für kooperative Mobilitätsangebote.“
Unterstützung aus Wirtschaft, Verkehr und Institutionen
bergisch.move wird von einem Netzwerk regionaler Akteure unterstützt. Dazu gehören die kommunalen Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Wuppertal, Solingen und Remscheid, die Wirtschaftsförderungen Wuppertal, Solingen und Remscheid, die Bergische Industrie- und Handelskammer sowie Arbeitgeber der Region.
Das übergeordnete Ziel des Projekts seien „weniger motorisierter Individualverkehr und mehr Mobilitätsmöglichkeiten ohne eigenes Auto. Dazu gehören Bus, Bahn, Fahrrad, Carsharing, Fußwege – und nun auch Mitfahrmöglichkeiten“.
Man wolle dazu beitragen, „Straßen zu entlasten - nicht nur, aber auch besonders während der nächsten Bahnstreckenvollsperrung, Pendelkosten zu reduzieren, Kohlendioxid-Emissionen zu senken, Arbeitgeberstandorte besser erreichbar zu machen und soziale Vernetzung zu stärken“.