Mambo No. 6 gibt auf

Mambo No. 6 gibt auf

Es war das sechste Mambo-"Cityhouse". Vor drei Jahren öffnete der Fachmarkt für Wohn-Accessoires im Fahrenkamp-Haus am Wall seine Türen. Ende August wird er sie wieder schließen.

Dabei hatte Mambo-Chef Peter Kopprasch, dessen andere Häuser überwiegend im Köln-Bonner Raum angesiedelt sind, großen Gefallen an der denkmalgeschützten Immobilie gefunden, die dann wohl doch zu wenig Glück für die Ladenkasse brachte. Über die Ursachen kann man spekulieren: Die teilweise auch größeren Möbel war an dem nur vom ÖPNV erreichbaren Standort vielleicht ein Hemmnis.

Immerhin: Einen langen Leerstand mitten in der Eberfelder Innenstadt muss man an dieser Stelle nicht befürchten. Die Immobilien-Agentur IP-NRW hat die Wahl zwischen drei Nachfolge-Interessenten — einem Textilgeschäft, einem Fitness-Center und einem HiFi-Anbieter. "Noch ist nichts unterschrieben", erklärt IP-NRW-Geschäftsführer Hubert Baumeister, "aber nach dem erforderlichen Umbau müsste der neue Mieter schon im Oktober oder November wieder eröffnen können."

Während auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit dem Drogeriemarkt Müller endlich ein Nachmieter für die ehemalige Sportarena gefunden wurde, droht in der mittleren Herzogstraße ein weiterer Auszug: Noch ist nicht klar, ob die dortige Filiale der Handelskette "Strauss Innovation" nach deren Insolvenz weitergeführt werden wird. Für den Fall der Aufgabe, so Baumeister, wird das Gebäude voraussichtlich einen Umbau erfahren — mit Einzelhandel, der auch in der zweiten Etage von außen erschlossen werden kann.

(Rundschau Verlagsgesellschaft)