Friedlicher Verlauf Kurdische Demo auf der B7 und vor dem Hauptbahnhof

Wuppertal · In Wuppertal haben am Mittwochabend (21. Januar 2026) rund 300 Menschen gegen die Lage der Kurdinnen und Kurden im Syrien demonstriert.

Die Kundgebung auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

Die Kundgebung, die gegen 19:30 Uhr begann, war nicht angemeldet. Nachdem die Polizei vor Ort erschien, meldete sich ein Versammlungsleiter, mit dem das weitere Vorgehen abgestimmt wurde. Anschließend setzte sich ein Demonstrationszug vom Bereich Haspeler Schulstraße / Wittensteinstraße aus in Bewegung. (Bilder)

Bilder: Kurdische Demo auf der B7  in Wuppertal
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Kurdische Demo in Wuppertal

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Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

Er zog, begleitet von zahlreichen Einsatzkräften, über die B7 in Richtung Döppersberg. Von dort aus ging es zum Bahnhofsvorplatz, wo eine Kundgebung folgte. Die gesamte Aktion endete gegen 22:20 Uhr.

Die Polizei sprach danach von einem äußerst friedlichen und kooperativen Verlauf der Demonstration. Eine weitere Kundgebung zum Thema ist für Donnerstag (21. Januar) offiziell angemeldet. Sie beginnt um 18 Uhr auf dem Berliner Platz in Oberbarmen.

Trotz des Sturzes des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad ist die Lage in Syrien weiter äußerst instabil. Die syrische Armee unter von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa und die von den Kurden geführten Syrisch-Demokratischen Kräfte (SDF) haben zwar erneut eine Waffenruhe vereinbart, die aber nicht komplett eingehalten wurde. Zudem sind die Regierungstruppen weiter auf dem Weg in die zum Teil rohstoffreichen Gebiete im Norden und Osten des Landes, die bislang von den Kurden kontrolliert werden.

Die syrische Zentralregierung wirft unterdessen den Kurden vor, aus einem Lager, in dem eine vierstellige Zahl mutmaßlicher IS-Terroristen und ihre Angehörige inhaftiert sind, die Wachen entfernt zu haben. Die SDF haben das mit Blick auf die akute Bedrohungslage bestätigt – und berichten nun ihrerseits von Gräueltaten der IS-Kämpfer an der kurdischen Bevölkerung. Bilder und Videos davon machten auch bei der Demonstration in Wuppertal die Runde.

(red)