DEL: Köln am Freitag gegen Straubing: Jubel-Trubel, Hai-terkeit

DEL: Köln am Freitag gegen Straubing : Jubel-Trubel, Hai-terkeit

Am vergangenen Sonntag konnten die Spieler der Kölner Haie vom heimischen Sofa aus verfolgen, was die Konkurrenz in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) so treibt. Der Abschlussgottesdienst einer großen kirchlichen Veranstaltung in der Kölnarena zog die Verlegung des KEC-Spiels gegen die Iserlohn Roosters nach sich.

Wohl nur dieser Umstand hat verhindert, dass die Haie am vierten Spieltag die Tabellenführung übernahmen. Schließlich ist das Team von Trainer Niklas Sundblad als einziges der Liga noch unbesiegt. Acht von neun möglichen Punkten erbeuteten die Haie bisher. "Es macht einfach wieder Spaß", sagte Angreifer Philip Gogulla.

Zwar kann der Weg nach einer völlig missratenen Spielzeit mit dem peinlichen Aus schon nach der Vorrunde nur aufwärts gehen. Vieles spricht aber dafür, dass die Haie in dieser Saison sogar wieder ganz oben angreifen werden. Nachdem Trainer Sundblad im vergangenen Jahr lediglich Mangelverwaltung einer haarsträubenden Personalplanung der zuvor tätigen sportlichen Leitung betreiben konnte, hat er für diese Saison den Kader nach seinen Vorstellungen zusammengestellt. Und dabei setzt der 42 Jahre alte Stockholmer, der 2014 den ERC Ingolstadt zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft führte, verstärkt auf seine Landsleute.

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Mit dem starken Torhüter Gustaf Wesslau, Verteidiger Fredrik Eriksson sowie den Angreifern Johannes Salmonsson, Per Aslund, Andreas Falk und Dragan Umicevic stehen gleich sechs Akteure aus dem Land der Schären im Kader der Haie. "Mit schwedischen Spielern haben wir in der jüngeren Vergangenheit ja schon durchaus gute Erfahrungen gemacht. Schließlich konnten wir durch die Verteidiger Andreas Holmqvist und Daniel Tjärnqvist 2013 sowie 2014 das Play-off-Finale erreichen", sagte der neue Kapitän Moritz Müller und Stürmer Gogulla ergänzte: "Nun besitzen wir auch im Angriff wieder einige Jungs, die eine Partie gut lesen können und in jeder Situation anspielbar sind."

Schon die Vorbereitung hat gezeigt, dass gerade durch die Schweden bei so wichtigen Dingen wie der Position des Torhüters, dem Defensivverhalten sowie im Über- und Unterzahlzahlspiel viel Qualität hinzugewonnen werden konnte. Die soll in den jetzt anstehenden drei Heimspielen in Folge die Fans zum Jubeln bringen. Nach den Partien gegen Überraschungs-Spitzenreiter Straubing Tigers (25 September., 19.30 Uhr) und die Augsburger Panther (27. September, 14.30 Uhr) folgt am 2. Oktober ab 19.30 Uhr das Duell mit dem amtierenden Meister Adler Mannheim. Viel Trubel herrscht daher momentan auf der Geschäftsstelle der Haie.

Während zum bayerischen Wochenende zusammen 20.000 bis 24.000 Zuschauer erwartet werden, dürften gegen Mannheim allein 15 000 Besucher erscheinen. Die Fans haben das Vorjahres-Desaster abgehakt, die Stimmung ist wieder blendend. Jubel, Trubel, Hai-terkeit sozusagen. "Bislang läuft es wirklich gut. Allerdings ist es nach drei Spielen zu früh, um daraus Ziele zu formulieren", sagte Trainer Sundblad. Die Trümpfe seines Teams hingegen lassen sich schon erkennen. Die bislang elf Tore verteilen sich auf acht verschiedene Schützen, was die Haie für ihre Gegner schwer ausrechenbar macht. Hinzu kommt Nervenstärke, denn in allen drei Spielen wurde ein Rückstand in einen Sieg gedreht.