Parkplatz-Problem als Bremsklotz

Parkplatz-Problem als Bremsklotz

Wuppertal boomt als Film-Location. Damit wirbt die Stadt gerne. Vor einem Dreh im Briller Viertel legte sie den Produzenten allerdings Steine in den Weg. Erst auf Rundschau-Nachfrage ging es voran ...

Die Villa an der Platzhoffstraße 22 gehört zu den Lieblingen der Location-Scouts. In dem historischen Bau von 1908 wurden schon Passagen für Filme wie "Sommer in Rom", "Nicht mein Tag" oder den im Dezember anlaufenden "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft" gedreht. Eine weitere große Produktion steht vor der Tür: Im RTL-Spielfilm "Die Turnschuhgiganten", der die Geschichte von Adolf und Rudolf Dassler erzählt, verkörpert die Villa das Elternhaus der "adidas"-Gründer.

Sehr zur Freude von Matthias Lippert: Die Aufwandsentschädigungen, die die Filmfirmen zahlen, verwendet der Eigentümer der Villa sämtlich dafür, den Originalzustand zu erhalten. Anfang des Monats erhielt seine Freude allerdings einen Dämpfer.

Szenenbild aus "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft": Otto Waalkes erscheint als Geist in der Villa an der Platzhoffstraße. Foto: Sony Picturs Releasing GmbH

"Während der sechs Drehtage werden 160 Meter Parkplatz benötigt. Eigentlich kein Problem, da hier überwiegend Leute parken, die zum Einkaufen in die City gehen. Trotzdem genehmigte die Stadt nur 45 Meter, was den logistischen Aufwand für die Filmcrew an die Grenzen des Machbaren oder gar darüber hinaus geführt hätte. So oft, wie Wuppertal mit dem Attribut ,Filmstadt' wirbt, sollte dieser Boom nicht durch solch bürokratischen Kurzblick ausgebremst werden", ärgert sich Lippert.

Auf Nachfrage der Rundschau bat Anja Süther, verantwortliche Mitarbeiterin im Ressort Straßen und Verkehr, um etwas Zeit und sagte einen Rückruf zu. Der erfolgte zwar nicht, dafür meldete sich einen Tag später Matthias Lippert begeistert mit den Worten: "Der benötigte Parkraum wird jetzt pünktlich zu Beginn der Dreharbeiten am Freitag, 25. September, zur Verfügung gestellt."

Was letztendlich zu dieser Entscheidung geführt hat, will Alexandra Stinka, Projektleiterin der Filmfirma, nicht verraten. Und sagt nur so viel: "Wir haben eine Lösung gefunden." Fast wie im Film halt: Der Blick hinter die(se) Kulisse(n) wird so und so nicht gewünscht ...