Gegen Antisemitismus Köster schlägt „Ort des Dialogs“ vor

Wuppertal · Der Wuppertaler CDU-Vorsitzende Rolf Köster fordert angesichts des wachsenden Antisemitismus‘ nicht nur „Zeichen der Solidarität“, sondern auch Präventionsarbeit. Er schlägt einen „Ort des Dialogs“ vor.

 Die Bergische Synagoge in Wuppertal.

Die Bergische Synagoge in Wuppertal.

Foto: Atamari, CC BY-SA 3.0

„Die CDU beobachtet mit großer Sorge den Antisemitismus in Worten und Taten, überall in Deutschland, auch in Wuppertal, den Hass von Rechtsextremisten, von Migranten, die die Vernichtung Israels fordern, nicht zu vergessen aber auch den Antisemitismus der extremen linken Parteien. In dieser Situation brauchen wir starke Zeichen der Solidarität mit unserer Partnerstadt in Israel und deutliche Verbindung mit der jüdischen Kultusgemeinde in Wuppertal“, so der Christdemokrat.

Köster: „Ich schäme mich, dass wir nach wie vor eine ständige Polizeibewachung vor der Synagoge in Barmen benötigen und auch bei uns Menschen jüdischen Glaubens aus Angst vor Repressalien keine Kippa tragen. Historischer, importierter oder auch von interessierten Kräften instrumentalisierter Antisemitismus haben in Wuppertal nichts zu suchen. Wer Gewalt gegen jüdische Menschen propagiert oder anwendet gehört nicht zu unserer Gesellschaft, die auf der Achtung und Verteidigung der Menschenwürde eines jeden Menschen gerichtet ist. Jeder, der in Deutschland lebt, muss das verstehen, hier gibt es für uns keine Zweideutigkeiten.“

Gleichzeitig weist CDU-Kreisvorsitzende darauf hin, dass es bei starken Worten und Symbolen nicht bleiben dürfe: „Wir benötigen noch mehr Integrationsanstrengungen, um die Grundlage unsere Freiheit mit allen zu teilen, die hier leben. Ich freue mich sehr darüber, dass der Zentralrat der Muslime die jüngsten Ausschreitungen rückhaltlos verurteilt hat. Ich begrüße es sehr, dass in der kommenden Woche der Grundstein für das ‚House of One‘ in Berlin gelegt werden wird, in dem Christentum, Islam und Judentum gemeinsam Platz finden und wechselseitigen Austausch und Dialog führen. Ich wünsche mir sehr, dass wir dies auch in Wuppertal verwirklichen, da unsere Stadt ein Beispiel für die friedliche Koexistenz von Religionen ist, dies war in der Vergangenheit so und ist auch in der gelebten Gegenwart so.“

Kösters Vorschlag: „Ein ‚Ort des Dialoges‘ der Religionen in Wuppertal könnte ein Schritt auf dem Weg der Verständigung sein. Es wäre zu überlegen, einen solchen Ort der Verständigung in das Bürgerforum Wupperbogen, das zu errichtende Pina-Bausch-Tanztheater-Zentrum zu integrieren, denn wenn eine Künstlerin für Dialog und Integration durch Kunst und Kultur steht, dann sicherlich Pina Bausch, die einer solchen Verständigung sicherlich zugetan gewesen wäre.“

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