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AWG und WSW: Wuppertaler Wasserstoff-Projekt gesichert

AWG und WSW : Wuppertaler Wasserstoff-Projekt gesichert

Entwarnung aus Berlin, Freude bei Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) und Stadtwerken (WSW) in Wuppertal: Das Gesetzesvorhaben zur „Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote“ ist vom Bundestag beschlossen worden, ohne dass der Betrieb der Fernwärme-Produktion, der Wasserstoff-Anlage am Müllheizkraftwerk auf Korzert und das gemeinsame Wasserstoff-Projekt von AWG und WSW substanziell bedroht sind.

Conrad Tschersich, Technischer Geschäftsführer der AWG: „Wir sind froh, dass im Sinne unserer Energiegewinnung und des Wasserstoffs aus dem MHKW entschieden worden ist. So bleibt unser ,Wuppertaler Modell‘ ein Anreiz für viele andere Abfallwirtschaftsbetriebe in Deutschland die H2-Technologie nach vorne zu bringen.“ Auch die „WSW mobil“ setzt weiterhin auf die neue Technologie. WSW-Projektleiter Andreas Meyer: „Wir werden wie geplant noch in diesem Jahr unsere Wasserstoffbusse-Flotte erweitern.“

WSW und AWG setzen das „Wuppertaler Modell“ schon seit Juni 2020 um: Wasserstoff-Busse sind seither nahezu emissionsfrei, geräuscharm und zuverlässig im ÖPNV der bergischen Metropole unterwegs. Zuvor tanken die Fahrzeuge auf Korzert ihren Wasserstoff, der im dortigen Müllheizkraftwerk per Elektrolyseur aus dem Müll gewonnen wird. Die Sektorenkopplung, wie sie in Wuppertal praktiziert wird, gilt im NRW-Landeswirtschaftsministerium als ein „landesweiter Leuchtturm für die Wasserstoffproduktion“. Bei einem Besuch in Wuppertal Anfang dieses Jahres sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart: „Wir haben die Chance, der Wasserstoffstandort Nummer eins in Europa zu werden.“

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Im Vorfeld der Entscheidung in Berlin hatte es auch aus der Politik parteiübergreifend deutlich vernehmbare Stimmen für die Fortführung des „Wuppertaler Modells“ gegeben. AWG-Geschäftsführer Conrad Tschersich: „Diese Unterstützung war hilfreich und bestärkt uns auf unserem Weg zu einer nachhaltigen und effizienten Sektorenkopplung.“