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Muslimisches Beten am Johannes-Rau-Gymnasium: "Alles andere nutzt nur Scharfmachern"

Muslimisches Beten am Johannes-Rau-Gymnasium : "Alles andere nutzt nur Scharfmachern"

Der NRW-Landesverband des Zentralrats der Muslime in Deutschland ruft in der Diskussion um ein vermeintliches Betverbot am Wuppertaler Johannes-Rau-Gymnasium die Beteiligten zur Besonnenheit auf.

"Nach unseren bisherigen Erkenntnissen ist an dem Gymnasium bislang weder ein absolutes Verbot ausgesprochen worden, noch hatten die betroffenen Schüler die Absicht zu 'provozieren‘. Wir sind der Auffassung, dass die Schulleitung den betroffenen Schülern die Möglichkeit weiter belassen soll, ihre Gebete ungestört zu verrichten, da ein solches 'Verbot‘ rechtlich ohnehin nicht haltbar ist. Alles andere nutzt nur Scharfmachern. Nach den in der Presse zu entnehmenden Informationen, haben muslimische Schüler ihre rituellen Gebete in der Vergangenheit an der Schule verrichten können, ohne dass jemand daran Anstoß genommen hat", so der Wuppertaler Samir Bouaissa (NRW-Vorsitzender des ZMD)

Bouaissa appelliert an Schulleitung und Moscheegemeinschaften, "den bereits begonnenen konstruktiven Dialog und die Mediation" dazu zu nutzen, "damit dieser Fall seitens interessierter Kreise nicht künstlich aufgebauscht wird". Damit sei niemandem gedient. "Die Schule ist keinesfalls ein Ort, aus dem Religion verbannt werden kann. Der gerade auch von Muslimen gewünschte Schulfrieden in Lehranstalten kann z.B. durch Einrichtung von Andachtsräumen, wie es bereits in ganz vielen Schulen der Fall ist, gewahrt werden. Dies würde endlich auch Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften in einem von Hektik geprägten Alltag unerlässliche Momente für innere Einkehr geben", sagt Bouaissa.

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Das muslimische Mittags- und Nachmittagsgebet, das vor allem in den Wintermonaten in die Unterrichtszeit fallen könne, dauere ohnehin nur wenige Minuten und werde von Muslimen in andächtiger Stille vollzogen.