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14. Waldjugendspiele im Wuppertaler Stadtwald

14. Wuppertaler Waldjugendspiele : Warum man niemals Tannenzapfen am Boden findet

Vom 7. bis 11. September 2020 findet wieder Wuppertaler Waldjugendspiele statt. In diesem Jahr sind etwa 600 Grundschulkinder dabei, wenn es auf einem Parcours durch den Wald geht. Start ist auf dem Freiluft-Unterrichtsplatz der Station Natur und Umwelt, dann geht es durch den „Schreiners Busch“ bis ins Gelpetal.

Auf diesem Weg sollen die Kinder die Vielfalt des Waldes erfahren. Hier lernen sie auch, warum man niemals Tannenzapfen am Waldboden finden kann und wie sich verschiedene Baumarten unterscheiden lassen. Während sich die Kinder in erster Linie mit Fragen zum Wald befassen sollen, musste sich die städtische Forstabteilung vorab vor allem damit auseinandersetzen, wie die Waldjugendspiele trotz Corona stattfinden können. Hierfür wurde ein eigenes Hygienekonzept entwickelt. „Hilfreich war hier natürlich, dass die Veranstaltung draußen stattfindet und genügend Platz vorhanden ist, um die nötigen Abstände einzuhalten“, erklärt Jan Frieg, Förster im Wuppertaler Süden, der die 14. Waldjugendspiele vorbereitet hat.

Eine weitere Herausforderung war die aktuelle Situation im Wald. „Wegen der vielen durch Trockenheit abgestorbenen Bäume sind wir eigentlich aktuell gezwungen, alle Kräfte auf die Abarbeitung dieser Waldkrise zu lenken. Eine Ausnahme bilden die Waldjugendspiele, denn Umweltbildung hat gerade in einer Großstadt eine immense Bedeutung. Auch für die Mitarbeitenden ist es wichtig, mal einen positiven Termin wahrnehmen zu können.“, so Sebastian Rabe, Abteilungsleiter Forsten.

Mit wetterfester Kleidung werden die Viertklässlerinnen und -klässler anhand eines Fragebogens auf einer Strecke von drei Kilometern Aufgaben rund um die Themen Wald und Natur lösen. Angeleitet werden sie dabei von den städtischen Förstern Jan Frieg und Christian Buschmann sowie weiteren Mitarbeitern der Forstabteilung. Von den Kindern werden zur Bewältigung der Aufgaben Beobachtungsgabe und Kreativität, aber auch Geschicklichkeit und Ausdauer gefordert.

Das Ressort Grünflächen und Forsten ergänzt hiermit sein Angebot in praktischer Umwelterziehung an der Station Natur und Umwelt. Im Parcours geht es beispielsweise um Orientierung im Wald, das Absägen von Baumscheiben, um Waldgeräusche und Waldtiere sowie natürlich „Fichtenzapfenzielwerfen“. Ein „Pfadfinderlager“ bildet mit anschaulichen Tierpräparaten und einem Lagerfeuer auf dem Gelände der Station Natur und Umwelt einen stimmungsvollen Rahmen.

Die Aufgaben und Übungen auf der Wegstrecke sollen die Kinder dazu anleiten, eigene Erfahrungen und Beobachtungen in der Natur zu machen. Die Kinder lernen auch, dass Abfälle wieder mitgenommen werden müssen, da sie nicht in die Natur gehören und für Wildtiere eine Gefahr darstellen können.

Die Waldjugendspiele sollen weder einen Wettkampf darstellen, noch handelt es sich um reine Wissensabfrage. Stattdessen geht es darum, in einer Gruppe zusammenzuarbeiten und Natur gemeinsam zu erleben. Auf diese Art soll der Wald mit seinen Besonderheiten den Kindern nähergebracht werden. Denn nur was man kennt, kann man auch schätzen.