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Platz hinter Primark

Thema Platz hinter Primark : Für die Stadtgeschichte Betr.: Platz hinter Primark

Es spricht doch für die Phantasielosigkeit und auch Gleichgültigkeit unserer politischen Entscheider in Wuppertal, dass jetzt aus diesem kleinen, an zentralster Stelle in unserer Stadt gelegenen Platz eine Parkmöglichkeitserweiterung für wartende Taxen realisiert werden soll.

Bitte nicht! Viel weniger geht schon gar nicht mehr.

Bitte denken Sie alle nach. Ich persönlich wünsche mir an einer solchen Stelle einen Platz der Erinnerung, der Stadtgeschichte mit Tafeln, Bildern, Modellen und Namen der prägenden Personen. Mit kleinen Geschichten über erste Besiedlung, Burg, Stadtbrand, Bürgertum, Reformation, Napoleon, Kaiserreich, Nationalsozialismus, Zerstörung und Wiederaufbau – bis in die heutige Zeit. Ein Gedächtnis dieser Stadt, des Werdens dieser Stadt, mit Blick auf die Schwebebahn, der größten Kreuzung – realisiert an dem Punkt, der auch schon vor 500 Jahren einen Blick auf die Stadtmauer der ehemaligen Burg Elverfelde ermöglichte.

Nachts hell erleuchtet, ist dieser Platz immer einsehbar und weitestgehend vor Vandalen geschützt. Ein solcher Platz, frei zugänglich, informiert die Menschen über die Geschichte ihrer Stadt, über ihre neue Heimat, über ihre Wurzeln oder über die Stadt, die sie gerade besuchen. Vielleicht in Kombination mit einem überdachten, aber im Freien befindlichen Café, welches diesen Blick genießen lässt.

Über Spenden ließe sich bestimmt vieles finanzieren. Was fehlt, ist der Wille. Liebe Entscheider: Es ist manchmal besser, lange nachzudenken, als vorschnell zu handeln.