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Wuppertaler Jusos fordern vom Krisenstab direktes Handeln

Corona-Pandemie : Jusos fordern vom Krisenstab direktes Handeln

Die Jusos in Wuppertal fordern den Krisenstab der Stadt auf, „mit einem härteren Lockdown gegen die Pandemie vorzugehen“. Die hohen Inzidenzwerte erfordern ihrer Meinung nach „ein rasches Handeln der Stadt und des Landes.“

„Es ist einfach nur enttäuschend, dass der Krisenstab trotz der steigenden Zahlen die Entscheidung erneut bis Montag aufschieben wird. Damit werden sie ihrer Verantwortung für die Gesundheit der Menschen nicht gerecht. Je früher wir die Maßnahmen einleiten, desto eher lassen sich diese auch wieder aufheben!“, so der stellvertretende Wuppertaler Juso-Vorsitzende Marek Wunder.

Durch die Virus-Mutation B117 sei das Virus nun auch vermehrt durch Kinder übertragbar, das belegen laut Jusos die steigenden Zahlen in den Kindertagesstätten. Teilweise könnten Infektionen in den Kitas durch das Gesundheitsamt nicht mehr rechtzeitig nachverfolgt werden, sodass vermehrt Übertragungen in den Familien aufträten. „Familien, die auf engem Raum leben, sind deshalb besonders stark betroffen“, meint Nilay Dogan (ebenfalls stellvertretende Juso-Vorsitzende). „Kinder und Beschäftigte werden dadurch tagtäglich einem unzumutbaren Risiko ausgesetzt. Wir fordern, die Kitas in den Notbetrieb zu versetzen und die Abschlussklassen in Distanz zu unterrichten. Es kann nicht sein, dass die Landesregierung nach über einem Jahr Pandemie nicht in der Lage ist, alternative Formen für Abschlussprüfungen zu ermöglichen.“

Der Juso-Vorsitzende Mike Spoerer begrüßt „den Ansatz des Bundes, eine Testpflicht für Betriebe einzusetzen. Allerdings sollten die Maßnahmen durch eine verpflichtende Home-Office-Regelung in den Berufszweigen, die im Homeoffice ausgeübt werden können, ergänzt werden.“ Die „Wupper-Scouts“ seien ein erster Schritt, die Kontrolle der geltenden Maßnahmen zu verbessern. Allerdings müssten die Kontrollen deutlich verschärft werden, um effektiv wirken zu können. Dafür müsse das Ordnungsamt kurzfristig mit weiterem qualifiziertem Personal aus anderen Ressorts verstärkt werden, so die Jusos.