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Wuppertal übernimmt Corona-Notbremse: Kitas gehen in Notbetrieb

Kitas gehen in Notbetrieb : Wuppertal übernimmt Corona-Notbremse

Der Krisenstab der Stadt hat am Donnerstag (22. April 2021) beschlossen, das voraussichtlich spätestens am Montag (26. April) in Kraft tretende neue Infektionsschutzgesetz des Bundes komplett zu übernehmen.

„Mit den bundesweiten Regelungen ist eine einheitliche Orientierung verbunden, die wir sehr begrüßen“, so Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Krisenstabsleiter Johannes Slawig. „Daher soll es zusätzliche Wuppertaler Regelungen nur dann geben, wenn wir hier vor Ort spezifische Gefährdungssituationen erkennen sollten, die eigenes Handeln erfordern. Wir hoffen, dass mit dieser Grundlinie für die Bürgerinnen und Bürger wieder mehr Klarheit und Konsistenz geschaffen werden und damit auch die Bereitschaft gestärkt wird, sich an die Regeln zu halten.“

Für Wuppertals Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren und die Sportvereine bedeutet dies, dass spätestens ab Montag kontaktloser Sport in Gruppen bis zu fünf Kindern wieder möglich ist. Die Trainerinnen und Trainer müssen allerdings für jede Einheit über einen Negativ-Schnelltest aus den letzten 24 Stunden verfügen. Der Grüne Zoo Wuppertal kann für Besucherinnen und Besucher mit Negativ-Schnelltest öffnen, ebenso der Skulpturenpark. Ausgenommen sind geschlossene Gebäude.

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Die Notbremse des Bundes gilt auch für die Kitas: Sie sollen analog zu den Schulen ab einem Inzidenzwert von 165 in einen eingeschränkten Notbetrieb wechseln. Noch liegen der Stadt keinerlei Informationen dazu vor, wie dieser Notbetrieb organisiert und für welche systemrelevanten Berufe der Eltern die Betreuung weiterhin gewährleistet werden soll. „Hier brauchen wir so schnell wie möglich die Vorgaben des Landes, sonst ist auf allen Seiten große Verunsicherung vorprogrammiert“, betont Gesundheits- und Familiendezernent Stefan Kühn. „Unsere Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Kinder müssen baldmöglich wissen, was auf sie zukommt.“ Der Krisenstab hat daher beschlossen, dass zum Wochenbeginn eine Übergangsreglung greifen soll und zunächst kein Kind abgewiesen wird. Das Land hat in diesem Zusammenhang auch eine Entlastung bei den Elternbeiträgen in Aussicht gestellt. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass das Land damit die Forderung der Kommunen endlich aufgreift“, so Kühn.

Stadt hebt ihre Allgemeinverfügung im Wesentlichen auf

Die Allgemeinverfügung der Stadt wird mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes im Wesentlichen aufgehoben. Bereits seit Dienstag hatten Ordnungsamt und Polizei die Überwachung der Ausgangssperre den abgemilderten Bundes-Regeln (22 Uhr bis 5 Uhr, Ausnahmen bis 24 Uhr) angepasst. „In der gesamten Stadt war es nach Einführung der Ausgangssperre sehr ruhig; es kam nur zu wenigen Anzeigen“, so die Verwaltung.

Fast 100.000 Impfungen

Im Impfzentrum am Campus Freudenberg und bei den niedergelassenen Hausärztinnen und –ärzten läuft der Impfbetrieb weiter auf Hochtouren. In Kürze wird die 100.000. Impfung erreicht. Die Altersgruppe der über 70-jährigen kann in der kommenden Woche mit der Einladung der jüngsten Jahrgänge abgeschlossen werden. Deshalb richteten Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Krisenstabsleiter Johannes Slawig erneut großen Dank an die Bergische Universität, die den ausgezeichneten Standort ermöglicht und einige Beeinträchtigungen dafür bereitwillig in Kauf genommen habe.