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DUH fordert für Wuppertal mehr Fahrradstraßen und Tempo 30

Corona-Pandemie : DUH fordert für Wuppertal mehr Fahrradstraßen und Tempo 30

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will auch in Wuppertal während der Corona-Krise „temporäre Fahrradstraßen und Tempo 30“ innerorts. Der Vorstoß betrifft 38 weitere Städte mit hoher Luftbelastung. Die DUH hat eine Frist bis zum 16. April 2020 gesetzt.

Der Verband ruft zudem unter www.duh.de/fahrradstrassen-jetzt Bürgerinnen und Bürger auf, weitere Städte zu benennen, in denen es während der Corona-Krise sinnvoll und notwendig erscheint, ebenfalls Verkehrsflächen in sichere Fahrrad-Straßen umzuwidmen. „Das Corona-Virus führt uns allen vor Augen, dass saubere Luft ein unverzichtbares Gut ist. Gerade jetzt ist es notwendig, dass die Fortbewegung für Fahrradfahrer ganz kurzfristig sicherer wird. Das trägt zur Verbesserung der Luftqualität bei, erlaubt Bewegung an frischer Luft mit sicherem Abstand voneinander und verhindert unnötige Unfälle. Wir müssen kurzfristig die Infrastruktur in unseren Städten an die aktuelle Situation anpassen", so DUH-Bundesgeschäftsführers Jürgen Resch.

Viele Menschen seien derzeit auf ihr Fahrrad angewiesen „und können oder wollen weder mit öffentlichen Verkehrsmitteln noch dem Pkw fahren“, heißt es. „Die Nutzung des Fahrrads bzw. Pedelecs ist angesichts der teilweise schlechten oder nicht vorhandenen abgetrennten Fahrradwege nur unter erhöhten Risiken für die Gesundheit möglich. Um eine möglichst unfallfreie Nutzung des Fahrrads für diese Fahrten gerade während der Corona-Krise sicherzustellen und zu verhindern, dass zusätzliche, unfallbedingte Krankenhausbehandlungen anfallen, hält die DUH die kurzfristige Einrichtung von sichereren Fahrradstraßen sowie ein stadtweites Tempo 30 für den Straßenverkehr für notwendig. Sichere Fahrrad-Straßen und entschleunigte Verkehre entlasten vor allem auch Rettungsstellen und Krankenhäuser in Zeiten der immensen Herausforderungen durch das Corona-Virus.“

Die von der DUH in einer ersten Stufe in 39 Städten beantragten Maßnahmen sollen zudem die Luftqualität verbessern: „Wissenschaftliche Untersuchungen belegen den engen Zusammenhang zwischen hoher Luftbelastung und verstärkter gesundheitlicher Gefährdung, insbesondere der Atemwege. Dies wiederum erhöht das Risiko schwerer Krankheitsverläufe von Covid-19 durch Vorerkrankungen.“