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Premiere für Horst Wegeners „Schweigemahl“ im Wuppertaler Rex-Theater

Freitag im Rex : Premiere für Horst Wegeners „Schweigemahl“

Der Kurzfilm „Schweigemahl“ feiert am Freitag (25. September) im Wuppertaler Rex-Kino (Kipdorf 29) vor geladenen Gästen Premiere.

Für die musikalische Untermalung sorgen die Rapper Roger Rekless und Horst Wegener. Rekless liest außerdem aus seinem Spiegel-Bestseller "Ein N** darf nicht neben mir sitzen". In Verbindung mit Horst Wegeners neuem Song „Werden“, der am 2. Oktober veröffentlicht wird, haben er und Arne Schramm, beide Gesellschafter der „WUPPERwerft“ aus Wuppertal, den Kurzfilm „Schweigemahl“ über erlebte Diskriminierung gedreht.

Anhand ausdrucksstarker Bilder von Alltagsrassismus erzählt das Werk von einer deutschen Familie mit schwarzer Mutter und weißem Vater, die als Theater-Schauspielerin und -Regisseur arbeiten – und ihrem Reflexionsprozess, dass auch in einer von Diversität geprägten Familie unterschwelliger und offensichtlicher Rassismus omnipräsent stattfindet. Ein Aufruf, die eigenen Rassismen anzuerkennen und die immer noch währende strukturelle Ungleichbehandlung zu hinterfragen.

Der Song „Werden“ erscheint als Abschluss des 12-Jahreszeiten-Zyklus' von Horst Wegener samt Musikvideo mit Ausschnitten aus „Schweigemahl“. Gemeinsam mit Rapper Roger Rekless und Sängerin Ami Warning prangert das Lied mit Erzählungen vom grundlosen Diebstahlverdacht an der Supermarktkasse bis hin zu Prügeleien mit Nazis den strukturellen Rassismus in der deutschen Gesellschaft an und plädiert für eine bessere Welt: „Jahrelang der Quotenschwarze ging auf die Psyche/Power to the People: Mehr als nur 'ne Devise/Das erste Mal Hoffnung auf 'nen neues Kapitel/Deutsche Geschichte wird grad' weiterentwickelt“. Am Ende steht der Aufruf, der trotz seiner langen Geschichte und der diesjährigen Aufmerksamkeit ungebrochen aktuell bleibt: „Black Lives Matter“.

Szene aus dem Film. Foto: WUPPERwerft