Am 2. Februar im Haus der Jugend Barmen „3 min.“: Ein spezielles Thema und spezielles Theater

Wuppertal · Der Fachbereich Jugend & Freizeit der Stadt Wuppertal, das Haus der Jugend Barmen sowie der Kinder und Jugendschutz präsentieren 2. Februar 2026 (Montag) um 10 und 12 Uhr das Theaterstück „3 min.“. Das Werk der „compagnie nik“ über Flucht und Migration ist geeignet für Jugendliche ab Klasse 8 bis hin zur Oberstufe.

Szene aus dem Stück.

Foto: Severin Vogl

In der mexikanischen Wüste öffnet sich für drei Minuten ein Grenzzaun. Familien, die seit Jahrzehnten getrennt sind, können sich im trockenen Flussbett des Rio Bravo begegnen. Dann schließt sich der Zaun wieder und trennt die Menschen erneut.

Am Anfang dieser Produktion stand eine siebenwöchige Reise nach Mexiko, um dieser menschlichen Tragödie mitten in der Wüste zu begegnen und sie in ein Theaterstück zu verwandeln. Dann kamen Corona und das Ende dieser Pläne. Geblieben ist das Motiv der Drei-Minuten-Begegnungen und die Frage, was sich in diesem kurzen Moment erzählen lässt.

„Wir haben uns auf eine neue, eine Gedanken-Reise begeben und uns gefragt, was Migration, Grenzen und Flucht für unser gesellschaftliches ,Wir‘ bedeutet, als weißes, privilegiertes, aufgehobene Künstlerinnen- und Künstler-Team. Da sind zwei Schauspielerinnen bzw. Schauspieler, die die Magie und die Last des Moments erkunden, auf einer nackten Bühne, auf der eine Uhr rückwärts läuft – drei Minuten – wieder und wieder und wieder und wieder“, heißt es in der Einladung. „Es entsteht ein Sinnbild für die vielfache Teilung dieser Welt – an allen Grenzen – gleichgültig, ob diese aus Beton und Stahl oder aus Worten und Meinungen errichtet sind.“

Das 55 Minuten lange Stück wurde in die Förderung des Kultursekretariats NRW in der Sparte Jugendtheater 2026 als besondere Auszeichnung aufgenommen. Es spielen Lydia Starkulla und Dominik Burki. Das Stück wurde entwickelt mit Texten von Niels Klaunick, Lydia Starkulla, Dominik Wilgenbus. Im Anschluss findet ein Nachgespräch statt.