Linkes Bündnis Ratsantrag gegen Kaufhof-Gebäude als Schulstandort

Wuppertal · Das Linke Bündnis im Wuppertaler Stadtrat spricht sich in einem Ratsantrag dafür aus, auf das ehemalige Kaufhof-Gebäude als geplanten Schulstandort zu verzichten. Es sei aus pädagogischen Gründen ungeeignet.

 Das Kaufhof-Gebäude am Neumarkt (Archivbild).

Das Kaufhof-Gebäude am Neumarkt (Archivbild).

Foto: Christoph Petersen

„Mit unserem Antrag bieten wir dem Rat der Stadt die Möglichkeit, die pädagogischen Einwände der Lehrenden der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule, die gegen den geplanten Schulstandort in der Elberfelder City sprechen, anzuerkennen“, so die Fraktionsvorsitzende Susanne Herhaus.

Die Prüfung des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes als potenzieller Schulstandort offenbare „erhebliche pädagogische und sicherheitsrelevante Bedenken“. Herhaus: „Die zentrale Lage im Stadtzentrum birgt zahlreiche Ablenkungen durch umliegende Geschäfte und Gastronomie. Die starke Präsenz von nicht jugendgerechten Angeboten wären eine Beeinträchtigung für das Lernumfeld der Schülerinnen und Schülern. Zusätzlich verschärfen unzureichende Möglichkeiten zur Evakuierung im Notfall die bestehenden Sicherheitsrisiken.“

Sie ergänzt, dass „fehlende Rückzugsmöglichkeiten in der hektischen Innenstadtumgebung zu verstärktem Stress und zu einem Konfliktpotential zwischen Schülerinnen und Schülern und Passantinnen und Passanten führen könnte. Es erscheint unmöglich, dass die Lehrerinnen und Lehrer in diesem Gebäude und in diesem Umfeld ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag gemeinsam mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern erfüllen können.“