Diskussion über Nachtbürgermeister CDU: „Agieren der Autonomen unterstützt Sichtweise“

Wuppertal · Die Elberfelder CDU-Fraktion hat Stellung zu „Anfeindungen und Boykottaufruf“ gegen Bezirksbürgermeister Thomas Kring (SPD) genommen. Der Wortlaut.

 Der Elberfelder CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Knorr.

Der Elberfelder CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Knorr.

Foto: Wolf Sondermann

„Die CDU-Fraktion in der BV Elberfeld verurteilt scharf die Anfeindungen aus der autonomen Szene an den Bezirksbürgermeister Thomas Kring und den Boykott-Aufruf gegen seinen Weinhandel. Wir sind entsetzt.

Diese Art der Autonomen, ihre Positionen zu vertreten, ist zutiefst undemokratisch und unanständig. Wenn jemand deswegen sogar unter Polizeischutz gestellt werden muss, hat das nichts mehr mit einer vernünftigen, menschenwürdigen Diskussion zu tun. Immerhin geht es hier um die Existenzgrundlage eines ehrenamtlich Tätigen.

Die CDU-Fraktion hat sich ebenfalls sehr kritisch gegen die Personalentscheidung aus dem Ressort von Stephan Kühn gestellt, denn jemanden aus dem autonomen Umfeld als Nachtbürgermeister einzustellen halten wir für widersprüchlich. Es stellt sich doch die Frage, wie jemand, der den Staat und seine Ordnungsorgane ablehnt, gar sogar in einer Szene aktiv ist, die diese mit roher Gewalt bekämpft, mit ihnen konstruktiv zusammenarbeiten kann.

Auch dass er Politiker öffentlich mit Schimpfwörtern angreift (,Schäm dich, du Arschloch!’) deutet für uns nicht auf einen würdigen Kommunikationsstil hin, wie er für einen Nachtbürgermeister angebracht ist. Das derzeitige Agieren der Autonomen unterstützt diese Sichtweise leider, statt sie zu entkräften. Wir rufen deshalb alle Beteiligten dazu auf, sich in einen anständigen, demokratischen Diskurs zu begeben.“

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