Handball-Bundesliga: 2. Weihnachtstag um 17.15 Uhr Liveticker: THW Kiel - BHC

Wuppertal / Solingen · Handball-Bundesliga-Schlusslicht Bergischer HC hat die bittere Heimniederlage gegen Lemgo im Rücken und das Spiel in Kiel am 2. Weihachtstag um 17.15 Uhr (Liveticker) vor sich.

 Die Fan-Unterstützung war gegen Lemgo in der fast ausverkauften Uni-Halle vorhanden — das Quäntchen Glück und die Nerven waren es nicht ...

Die Fan-Unterstützung war gegen Lemgo in der fast ausverkauften Uni-Halle vorhanden — das Quäntchen Glück und die Nerven waren es nicht ...

Foto: Dirk Freund

Schöne Bescherungen sehen anders aus.

"Was ich jetzt denke, ist nicht jugendfrei. Das ist die vielleicht schwierigste Situation, seit ich beim BHC bin." Wenn selbst der sonst immer ausgesprochen abgewogen formulierende BHC-Kopf Viktor Szilágyi zu solchen Formulierungen greift, dann weiß man: Der Handball-Bundesligist ist am Tiefpunkt. Schlimmer als beim 28:29 am Mittwoch in der Uni-Halle gegen Lemgo konnte es aber auch nicht mehr kommen.

Selbst der vorige Saison bei seinen beiden Niederlagen gegen den BHC ausgesprochen kratzbürstige TBV-Coach Florian Kehrmann fand tröstende Worte für die anfangs perfekt auftrumpfenden Löwen, die zur Pause noch mit fünf Toren geführt hatten und nur ein einziges Mal in dieser Partie zurücklagen — nach 59 Minuten und 59 Sekunden ...

Bei der Fehlersuche poppen vor allem zwei Faktoren auf: Als das Hinze-Team in Halbzeit zwei vorne immer noch gut traf, kassierte es viermal praktisch "baugleiche" Gegentreffer von Lemgos Halblinkem Tim Suton, der ohne großen Widerstand Richtung Tor durchbrechen konnte. "Wir haben diese Abwehrseite nicht zubekommen", bilanzierte auch Hinze. Außerdem ließen Gunnarsson und Hoße drei von vier Siebenmetern liegen, während Lemgo alle verwandelte. Alexander Oelze, sonst ein sicherer Kandidat vom Strich auch von der Bank aus, auf der er 60 Minuten saß, trat nicht an. "Wir bestimmen immer zwei Schützen, da war er nicht dabei", erklärte Hinze den Verzicht.

Hätte nur einer der beiden Aspekte besser geklappt — Lemgo wäre nicht mehr vorbeigezogen. So aber sind die Ostwestfalen ans rettende Ufer gesprungen, das für den BHC nach wie vor drei Punkte entfernt und damit natürlich nicht komplett außer Reichweite liegt. Der Abstand könnte sich aber noch vergrößern, wenn in den letzten Spielen des Jahres Stuttgart (wie Lemgo 8 Zähler) gegen Leipzig und Lemgo in Minden ihre realistischen Punkt-Chancen nutzen.

Für den BHC ist die Aufgabe dagegen ähnlich schwer wie für den Tabellenkeller-Nachbarn Coburg (6 Pluspunkte) in Berlin: Die Löwen müssen beim THW Kiel in der schon lange ausverkauften Sparkassen-Arena ran. Ein denkbar undankbarer Jahresabschluss ...
"Wir müssen jetzt die Vorbereitung perfekt nutzen", blickt Szilágyi deshalb bereits über Silvester hinaus. Wohl wissend, dass das erste Spiel 2017 dann wohl aus dem Stand ein echtes Endspiel ist: Am 11. Februar kommt der TVB Stuttgart in die Klingenhalle.

Ob es bis dahin personelle Veränderungen oder Verstärkungen gibt? Am Mittwoch war das jedenfalls kein Thema.

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