Forum „InnenBandStadt“ Talachse soll „Potenziale und Chancen“ nutzen

Wuppertal · Mit einem Forum ist das Projekt „InnenBandStadt“ in Wuppertal jetzt offiziell an den Start gegangen. Zum Forum waren Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, von Verbänden, Vereinen und Institutionen und interessierte Bürgerinnen und Bürger in die Unterbarmer Hauptkirche eingeladen und dieser Einladung auch zahlreich gefolgt.

 Das Forum „InnenBandStadt“ fand in der Hauptkirche Unterbarmen statt

Das Forum „InnenBandStadt“ fand in der Hauptkirche Unterbarmen statt

Foto: Wolf Sondermann

Sie bekamen einen ersten Überblick über das vom Bund geförderte Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“, für das sich Wuppertal mit einem umfangreichen Programm beworben und eine Förderung von 2,2 Millionen Euro gesichert hat. Im Nachgang beantragte die Stadt aus dem gleichen Förderprogramm weitere 500.000 Euro, die dafür genutzt werden sollen, um als öffentliche Hand die Entwicklung der privaten, aber zentralen Immobilie des Kaufhofs aktiv begleiten zu können. Geplant ist die Finanzierung von Konzepten zur Umnutzung und der Zwischennutzungen. Die Mittel aus diesem Förderprogramm werden zusätzlich zu den Städtebauförderprogrammen (Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzepte) in Barmen und Elberfeld investiert.

Auch diese wurden bewilligt. Mit dem Projekt „InnenBandStadt“ will die Stadt innovative Lösungen für eine lebendige und lebenswerte Innenstadt entwickeln, vor allem aber ausprobieren und zwar für Barmen und Elberfeld gemeinsam. Zu Beginn des Forums stellten die von der Stadt beauftragten Planerinnen und Planer von „Urban Catalyst“ und „neubighubacher“ den Ist-Zustand vor: Bei dem Projekt geht um die Zentren Elberfeld und Barmen sowie um die Talachse zwischen den Zentren. Entlang der Strecke mit Wupper, Schwebebahn, Zugstrecke und Friedrich-Engels-Alle reihen sich viele wichtige Institutionen: das künftige Pina-Bausch-Zentrum, ein Kino, die Universität, das Amts- und Landgericht, das Polizeipräsidium, die Junior-Uni, das Zentrum für Stadtgeschichte und Industriekultur mitsamt dem Engelshaus und schließlich die Oper.

„Wie die Teilnehmer in anschließenden Diskussionsrunden unisono feststellten: Die gesamte Strecke hat zudem mit Ladengeschäften und Lokalen besonders im Allee-Teil einen besonderen Charme und viel Potential – das allerdings durch die auf den (Auto-)Verkehr fokussierte Ausrichtung gar nicht genutzt wird. Im Zuge von ,InnenBandStadt‘ soll diskutiert werden, wie die Potentiale besser genutzt werden können“, so die Stadt.

Neben der Analyse hatte „Urban Catalyst“ Ideen mit dabei, welche Stärken die Talachse weiterentwickeln und welche Schwächen es zu beheben gelte. So bekam die Forderung nach mehr Radverkehr Szenen-Applaus, auch Ideen für mehr Grün oder eine stärkere Hervorhebung der Kultureinrichtungen und höhere Aufenthaltsqualität wurden angesprochen.

Während in diesem Jahr über „InnenBandStadt“ vor allem kurzfristig wirkende Maßnahmen für die Zentren, wie die Akquise zum neuen Wuppertaler Stadtgutschein und der Start für ein Förderprogramm „stadtwärts.sichtbar.gründen“ im Vordergrund standen, soll das Projekt im kommenden Jahr weiter Fahrt aufnehmen: Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sollen entlang der Talachse Ideen für mehr Qualität entwickelt, vor allem aber in so genannten „Reallaboren“ einem Alltags-Test unterzogen und ausprobiert werden. Diese sollen sich mit der Bedeutung von Wupper-Grün und Klima, Strukturwandel, Identität und Mobilität für das Projektgebiet befassen.

Im Rahmen des Projektes „InnenBandStadt“ war der Platz am Kolk zunächst autofrei und begrünt und dann als neuer Standort für die Elberfelder Markhändler hergerichtet worden. „Das zeigt, dass wir Ideen in konkretes Handeln umsetzen können“, sagte Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und dankte den Forums-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern für ihr Interesse.

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