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Wuppertal: Maskenpflicht im ÖPNV wird doch kontrolliert

Corona-Update : FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV wird doch kontrolliert

Die bundeseinheitlichen Corona-Regeln schreiben vor, dass ab sofort auch in Bussen und Bahnen der Wuppertaler Stadtwerke Masken getragen werden müssen, die die Standards FFP2, KN95 oder N95 erfüllen. „OP-Masken“ sind nicht mehr erlaubt. „Diese Regelung wird sehr wohl kontrolliert“, stellte Krisenstabsleiter Johannes Slawig mit Blick auf anderslautende Meldungen heute (29. April 2021) klar.

Das sei allerdings nicht Aufgabe der Busfahrer, sondern von anderen Mitarbeitern der Stadtwerke und externen Dienstleistern. Außerdem würden das Ordnungsamt und die neuerdings im Einsatz befindlichen „Wupper-Scouts“ die Enhaltung der veränderten Maskenpflicht überprüfen. Die Information, das nicht kontrolliert werde, beruhe auf einem Missverständnis. Das habe Slawig auch mit WSW-mobil-Chef Ulrich Jaeger entsprechend besprochen.

Gesundheitsdezernent Stefan Kühn präsentierte unterdessen erneut hohe Corona-Fallzahlen im Tal - und auch wieder an Wuppertaler Schulen und Kitas. Von Montag bis Mittwoch wurden von 33 Schulen und 10 Kitas mindestens ein Fall gemeldet. Kühn: „Das zeigt uns, dass die Rückkehr zum Distanzunterricht richtig war.“ Insgesamt habe sich das Infektionsgeschehen in der Stadt „auf einem erschreckend hohen Niveau stabilisiert“. Weiter sehr niedrig ist die Zahl der positiven Tests in den mittlerweile rund 140 Schnelltest-Einrichtungen im Tal (zwei Drittel davon sind Arztpraxen): Nur 0,6 Prozent der Tests legen einen Corona-Verdacht nahe. Derzeit liegen der Stadt Anträge für weitere 20 bis 30 solcher Schnelltest-Zentren vor. An eine Begrenzung ist bisher nicht gedacht, zumal es laut Slawig immer noch Lücken in der Versorgung einzelner Stadtteile wie etwa in Cronenberg gibt.

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Aufgeholt haben die Arztpraxen beim Anteil am Impfgeschehen in Wuppertal. „Die Kassenärztliche Vereinigung sagt, dass sie händeringend auf weitere Impfstofflieferungen wartet. Konkrete Zahlen vom Land gibt es dazu aber derzeit nicht“, so Slawig. Im Impfzentrum am Freudenberg werden derzeit vor allem über 70-Jährige und Vorerkrankte aus der Prioritäten-Gruppe 2 geimpft. „Die Impfstoffe sind nach wie vor knapp“, schildert Leiter Tobias Krebber die aktuelle Situation, „die Impfberchtigung führt daher nicht sofort zur Impfung.“ Weil das Land derzeit noch keinen Zeitplan für die Abwicklung der Impfung in der Prioritäten-Gruppe 3 habe, bittet er diese Gruppe auch, davon abzusehen, sich telefonisch nach Impfmöglichkeiten zu erkundigen. Alle Neuigkeiten würden auf www.wuppertal.de veröffentlicht.

Der Druck auf die Stadt beim Thema Impfen ist ohnehin groß, wie Johannes Slawig betont: „Wir werden jeden Tag mit Wünschen und Forderungen überhäuft. Sie glauben gar nicht, wer sich alles für systemrelevant hält ...“ Er betonte, dass sich Wuppertal bei der Impfreihenfolge konsequent an die Vorgabe des Landes halten und keine Sonderwege einschlagen werde. Slawig begrüßt auch die von Ministerpräsident Armin Laschet gestern ins Gespräch gebrachte Idee, mobile Impfteams in sozial benachteiligten Stadtteilen einzusetzen. Darauf bereite man sich vor, nähere Information dazu gebe es aber noch nicht.