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Wuppertal: Gaststätte "Müllmuseum" schließt für immer

Ende einer Legende : Abschied vom „Müllmuseum“

Ein Stück Wuppertaler Gastronomie-Geschichte geht am Sonntag (26. Februar 2023) endgültig zu Ende. Dann wird an der Haspeler Schulstraße 19 der Rest des Inventars der legendären Gaststätte „Müllmuseum“ verkauft.

Bereits im Dezember hatte Inhaber Heinz Opitz das Kult-Lokal geschlossen. Auslöser war der Tod des dem Wirt wohlgesonnenen Hauseigentümers, der neue Besitzer kündigte laut Opitz den Mietvertrag.

Damit endet eine 50-jährige Lokal-Geschichte. Erster Standort des Müllmuseums war der Klingelholl in Barmen, wo sich der Arbeitsplatz von Ludwig Poth befand. Der Betriebsleiter der Müllabfuhr hatte die Sammlung eigentlich weggeworfener Schätzchen mit viel Kreativität zusammengetragen. Weil es in den Räumen am Klingelholl zu eng wurde, entstand mit diesem Inventar sowie finanzieller und ideeller Hilfe der Bremme-Brauerei an der Berliner Straße in Wupperfeld eine Gaststätte, die in ihrer Anfangszeit Medien aus allen Teilen des Landes für Radio-, Fernseh- und sonstige Beiträge anlockte.

Dem ersten Betreiber Jürgen Förster folgten Birgit und Heinz Opitz. Sie führten „Das Müll“ vor allem in den 80er Jahren als angesagten Szene-Treffpunkt der Stadt. Es gab Tage, an denen es kaum ein Durchkommen zu den extrem begehrten Plätzen an der großen Theke gab. Vor 20 Jahren war dann Schluss an der Berliner Straße, auch hier spielte der Vermieter eine Hauptrolle.

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Mit Hilfe der Schwelmer Brauerei wechselte Heinz Opitz samt seiner Schätze zur Haspeler Schulstraße nach Unterbarmen. 20 Jahre lang hat der inzwischen 81-jährige Gastronom dort mit großer Leidenschaft und ebensolcher Leidensfähigkeit durchgehalten. „Ich bin schon traurig über das Ende“, gesteht er ein. Mittlerweile hat Opitz eine Wohnung in Heckinghausen gefunden.

Am 26. Februar ist aber noch einmal das Müllmuseum der Mittelpunkt seines Lebens. Übrigens: Eine der beiden wertvollen Bibeln aus der Sammlung ist noch in seinem Besitz ...