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Wuppertal: Fokus auf Umsetzung der Maßnahmen

Corona-Update : 1.711 Verstöße, 435.000 Euro Bußgeld

Die Corona-Lage in Wuppertal bleibt ernst. Im Fokus der Verwaltung steht aktuell die Einhaltung der Schutzmaßnahmen.

1.711 Ordnungswidrigkeiten wurden nach Auskunft von Krisenstabs-Chef Johannes Slawig im Zuge der Kontrollen von Ordnungsamt und Polizei in Wuppertal seit Beginn der aktuell geltenden Allgemeinverfügung festgestellt. 435.000 Euro an Bußgeld kamen dabei zusammen. Die Polizei war besonders aktiv und stellte über 600 Verstöße gegen die Maskenpflicht sowie ebenfalls mehr als 600 Verstöße gegen das Versammlungsverbot fest. Dabei waren die Polizisten besonders auch nachts im Einsatz, wenn das Ordnungsamt mit seinen begrenzten Personalkapazitäten nur sehr eingeschränkt kontrollieren kann. „Die Phase der pädagogischen Gespräche ist jetzt vorbei“, stellte Slawig dabei noch einmal klar.

Weiter mehr als angespannt bleibt die Lage im Wuppertaler Gesundheitsamt. „Am Donnerstag, Freitag und Samstag gab es an 40 Wuppertaler Schulen mindestens einen Fall“, so Gesundheitsdezernent Stefan Kühn über die Lawine an notwendigen Konatkt-Nachverfolgungen. Eine wirklich optimale Nachverfolgung sei erst wieder leistbar, wenn der Inzidenzwert wieder unter 50 sinke. Aktuell könne man nicht so schnell und so gründlich arbeiten, wie das eigentlich notwendig wäre, und müsse viele abschätzende Entscheidungen im Hinblick auf Quarantänemaßnehmen treffen, bei denen theoretisch eine differenziertere Risikoabschätzung möglich wäre.

Aktuell ist man dabei, rund 100 zusätzliche Kräfte für das Gesundheitsamt zu akquirieren. Außerdem werden demnächst 30 statt bisher 20 Bundeswehrsoldaten bei der Nachverfolgung zum Einsatz kommen.