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Evangelische Kirche in Wuppertal diskutiert über Pfarrstellen-Abbau

Synoge beendet : Evangelische Kirche diskutiert über Pfarrstellen-Abbau

An diesem Wochenende tagte die 34. Synode des Wuppertaler Kirchenkreises - aufgrund der Corona-Situation erstmals per Video-Konferenz. Dabei ging es auch um die künftige personelle Ausstattung,

Zum „Parlament“ des Kirchenkreises gehören 126 Stimmberechtigte und beratenden Mitglieder. Die Synode bestätigte Pfarrerin Ilka Federschmidt in ihrem Amt und wählte sie für acht weitere Jahre zur Superintendentin (104 von 117 gültigen Stimmen). Die 61-Jährige ist seit Dezember 2012 erste hauptamtliche Superintendentin im Kirchenkreis Wuppertal.

Ein zentrales Thema der Synode war die Pfarrstellenplanung ab 2030. Auslöser dafür ist die Pfarrstellenplanung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), die den Kirchenkreisen die Pfarrstellen zuweist. Bis 2030 soll die Zahl der Pfarrstellen in der EKiR auf 1.000 (von aktuell noch 1.624 Pfarrstellen) abgebaut werden. Für den Kirchenkreis Wuppertal bedeutet das konkret: Von aktuell 31,8 Pfarrstellen in Gemeinden und sieben Pfarrstellen des Kirchenkreises (nicht refinanziert, also ohne Schule und Gefängnis) müsste auf 24,8 Pfarrstellen für Gemeinden und kreiskirchliche Dienste des Kirchenkreises abgebaut werden.

Ausführlich wurde darüber diskutiert, wie die Evangelische Kirche in Wuppertal sich trotz des bevorstehenden Abbaus von Pfarrstellen weiterhin Spielräume für Verkündigung schaffen kann. Und wie sie als Kirche weiterhin nah bei Gott und den Menschen sein kann. Mit dieser Frage will sich der Kirchenkreis in einem längeren Prozess der Kirchenentwicklung beschäftigen, der von der Synode beschlossen wurde.

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„Wir als Kirchenkreis wollen nicht nur die Vorgaben der Landeskirche abarbeiten, sondern wir wollen gegen den Strich fragen, wie können wir trotzdem ins Evangelium investieren? Wie können wir dennoch Spielräume für Verkündung schaffen?“, sagte Superintendentin Ilka Federschmidt. Darum möchte der Kirchenkreis die Pfarrstellenplanung zum Anlass nehmen, sich und seine Arbeit neu zu hinterfragen. Dies soll vor dem Hintergrund der biblischen und theologischen Orientierung an Gottes Wort passieren. Unter anderem sollen auf Kirchenkreisebene wie in den Gemeinden Möglichkeiten der Kooperationen oder Weggemeinschaften geprüft werden. Auch die Verteilung der landeskirchlichen Finanzmittel sollen daraufhin überprüft werden, ob es Stellschrauben in den Finanzflüssen zugunsten einer Umverteilung zu den Gemeinden und Aufgabenfeldern „nahe bei den Menschen“ gibt. Erste Zwischenergebnisse sollen bis zur Kreissynode im Juni 2021 vorliegen.

Außerdem standen die Punkte Haushaltsangelegenheiten, Jahresabschluss und Bilanzen routinemäßig auf der Tagesordnung. Den Verlauf der Synode und die Ergebnisse im Einzelnen gibt es aktuell unter www.evangelisch-wuppertal.de