Blick auf die Revolution von 1848/49 Vonde über „Politik der Straße“

Wuppertal · Die Geschichtserzählung von der „gescheiterten“ Revolution 1848/49 hat eine lange Tradition, greift aber – inzwischen bestens belegt – aus guten Gründen zu kurz. Sie unterschlägt nicht zuletzt eine Reihe gesellschaftlicher und politischer, auch demokratischer Basisprozesse, die in diesen bewegten Jahren zahlreiche Impulse erhielten. Darüber spricht der Historiker und frühere VHS-Fachbereichsleiter Dr. Detlef Vonde am Donnerstag (16. Mai 2024) um 19 Uhr im neuen Besucherzentrum am Engelsgarten.

Dr. Detlef Vonde.

Dr. Detlef Vonde.

Foto: Wuppertaler Rundschau / sts

Die „Hungry Forties“ waren eine Zeit kollektiver Lernprozesse in der Krise, auch der plebejischen Unterschichten, der kleinen Handwerker, der frühindustriellen Fabrikarbeiter und der Heimgewerbetreibenden, die spätestens während der Revolution eine fundamentale Politisierung erlebten, als es vor allem um die Verbesserung ihrer sozialen Lage ging.

Der Vortrag untersucht am Beispiel der Elberfelder Ereignisse von 1848/49 und ihrer Vorgeschichte die oftmals widersprüchlichen Strukturen und Formen sozialer Proteste, fragt nach den Akteuren und konkretisiert die Emanzipationsbestrebungen einer frühindustriellen Arbeiterschaft: Varianten einer Fundamentalpolitisierung, wie sie sich vor allem im öffentlichen Raum abspielten, als „Politik der Straße“.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.