Arbeitswelt Vom leeren Büro zum Team mit eigenem Gesicht

Im Bergischen Städtedreieck wagen jedes Jahr Dutzende Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit, oft mit wenig mehr als einer Idee und einem Laptop. Was viele Gründerinnen und Gründer unterschätzen, sind die Wochen dazwischen: die Zeit, in der aus einer Idee ein Unternehmen mit Adresse, Team und eigenem Auftritt werden muss. Genau in dieser Phase entscheidet sich oft, wie reibungslos ein Start-up später wächst.

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Büro oder Coworking: eine Frage der Flexibilität

Eine der ersten praktischen Entscheidungen betrifft den Arbeitsplatz. Ein eigenes Büro wirkt nach außen gesetzt und bietet Ruhe für konzentriertes Arbeiten, bindet aber meist an einen mehrjährigen Mietvertrag und eine Kaution von mehreren Monatsmieten. Für Teams, deren Größe sich in den ersten Monaten noch verändert, ist ein Coworking-Space häufig die praktischere Wahl: Internet, Besprechungsräume und Kaffee sind in der Regel inklusive, und Verträge lassen sich meist monatlich anpassen. Wer hier vorschnell unterschreibt, sitzt im schlimmsten Fall an einem Standort fest, der schon nach einem halben Jahr nicht mehr passt.

Formalitäten, die später Zeit sparen

Neben dem Arbeitsplatz stehen von Beginn an administrative Aufgaben an: die Eintragung bei der Industrie- und Handelskammer, die Wahl der passenden Rechtsform und erste Versicherungen wie Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung. Diese Schritte klingen unspektakulär, werden in der Praxis aber oft vor sich hergeschoben, bis ein konkreter Anlass, ein Kundenauftrag, ein Streitfall, sie plötzlich dringend macht. Auch eine Buchhaltungssoftware von Anfang an erspart es, Rechnungen und Belege Monate später mühsam zusammenzusuchen.

Ein Team, das von Tag eins an zusammengehört

Sind Arbeitsplatz und Formalitäten geregelt, bleibt eine Frage, die sich nicht per Checkliste abhaken lässt: Wie entsteht aus einer Gruppe von Mitarbeitenden ein Team, das sich mit dem jungen Unternehmen identifiziert? Viele Gründerinnen und Gründer setzen dafür auf ein Kick-off-Event oder einen gemeinsamen Ausflug. Ein einfacheres Mittel wird dabei oft übersehen: shirts bedrucken mit dem eigenen Logo. Auf einer Messe, beim ersten Kundentermin oder einfach im Büroalltag gibt ein eigenes Shirt einem Team sofort ein Gesicht nach außen, und das zu einem Bruchteil der Kosten anderer Branding-Maßnahmen.

Anbieter wie tshirtdeal machen das inzwischen auch für kleine Teams attraktiv: Designs lassen sich bereits ab einem einzelnen Stück bedrucken, eine Mindestbestellmenge gibt es nicht. Ein Start-up mit drei oder vier Mitarbeitenden muss also nicht warten, bis genug Leute an Bord sind, um eine größere Bestellung zu rechtfertigen.

Kleine Entscheidungen, große Wirkung

Arbeitsplatz, Formalitäten und ein Team mit eigenem Gesicht wirken einzeln betrachtet wie Nebensache neben dem eigentlichen Geschäftsmodell. In der Praxis sind es aber genau diese frühen Entscheidungen, die bestimmen, wie ein Start-up nach außen wirkt, auf Kundinnen, Kunden und auf die Menschen, die als Nächstes eingestellt werden. Wer sie rechtzeitig trifft, hat am Ende nicht nur ein funktionierendes Büro, sondern auch ein Team, das sich von Anfang an als Teil von etwas Gemeinsamem versteht.