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Marx- und Engels-Jahre: Trier und Wuppertal: Staffelstab und Statuen

Marx- und Engels-Jahre : Trier und Wuppertal: Staffelstab und Statuen

Ohne Friedrich Engels kein Karl Marx und ohne Karl Marx kein Friedrich Engels: So könnte man die Beziehung zwischen den beiden großen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts beschreiben. Bei der "Staffelübergabe" zwischen Trier und Wuppertal wurde deutlich, dass auch die Geburtsstädte von Marx und Engels diese Beziehung weiterführen wollen.

Trier feierte in diesem Jahr als Geburtsstadt den 200. Geburtstag von Karl Marx. Ein halbes Jahr fanden dort viele Veranstaltungen zu Leben und Werk statt. Am Sonntag ging das Marx-Jahr nun mit einem Abschlussfest zu Ende. Dabei wurde der Staffelstab für das Engelsjahr an Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke weitergereicht.

Mucke war schon im Mai mit dem Leiter des Historischen Zentrums, Dr. Lars Bluma, als Ehrengast zu der Eröffnungsveranstaltung des Marx-Jubiläums eingeladen. "Wir freuen uns auf die Aufgabe, 2020 ein Veranstaltungsjahr zu Friedrich Engels 200. Geburtstag auszurichten. Dafür habe ich gerne den Staffelstab von meinem Trierer Amtskollegen Wolfram Leibe übernommen", so Mucke. Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe überreichte Mucke eine kleine Marx-Statue, dieser wiederum seinem Kollegen eine kleine Engels-Statue des Künstlers Gerhard Thieme.

Das Engelsjahr findet 2020 mit einem breiten Veranstaltungsprogramm unter dem Motto "Engels2020 - Denker Macher Wuppertaler in Wuppertal" statt. Mucke stellte die Sonderausstellung des Historischen Zentrums in den Mittelpunkt. "Wir freuen uns, Sie aus Trier in Wuppertal 2020 zu begrüßen", richtete er seine Worte an Triers Oberbürgermeister Leibe.

Der frühere rheinlandpfälzische Ministerpräsident und Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung, Kurt Beck, übergab als Vertreter des Karl-Marx-Hauses in Trier den Staffelstab an den Leiter des Historischen Zentrums Wuppertal, Dr. Lars Bluma. Die beiden Häuser wollen künftig noch stärker zusammenarbeiten. Das Engelshaus mit dem neuen Verbindungsbau und dem Museum für Frühindustrialisierung wird am 28. November 2020, dem 200. Geburtstag von Friedrich Engels, nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet und bildet damit den Höhe- und Schlusspunkt des Engelsjahres 2020.