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Telefonischer Besuchsdienst für ältere Menschen in Wuppertal

„Mit Herz verbunden“ : Telefonischer Besuchsdienst für ältere Menschen

Viele ältere Menschen leben allein. Seit Monaten sind die Seniorentreffs geschlossen, konnten Gruppenaktivitäten wie Singen im Chor, Kreativangebote und Seniorensport nicht stattfinden. Soziale Isolation kann auf Dauer die physische und psychische Gesundheit gefährden. Deshalb startet die Stadt Wuppertal in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Wuppertal den telefonischen Besuchsdienst „Mit Herz verbunden“.

„Mit diesem Angebot wollen wir im Schwerpunkt Menschen über 80 Jahre erreichen, die zwar noch relativ selbstständig ihren Lebensalltag bewältigen, dabei aber oft zurückgezogen und allein in ihren Wohnungen leben“, erklärt Dr. Stefan Kühn, Sozialdezernent der Stadt Wuppertal. „Wir wollen etwas gegen die Vereinsamung unternehmen.“

Ältere, mitteilungsbereite Menschen, die sich einen regelmäßigen telefonischen Kontakt wünschen, erhalten einmal pro Woche einen Anruf von einer festen ehrenamtlichen Person. „Der regelmäßige Anruf bietet die Gelegenheit, mit jemandem über Alltägliches zu sprechen, gerade jetzt wo die Möglichkeiten sich auszutauschen stark eingeschränkt sind“, ergänzt Frank Gottsmann, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Wuppertal „Dabei sind die Telefonate kostenlos, vertraulich und inhaltlich völlig offen.“

  • Das Team vor dem Ladenlokal (Archivbild).
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„Für den telefonischen Besuchsdienst suchen wir noch ehrenamtliche Unterstützung“, erläutert Birgit Paziener. Die Diplom-Pädagogin ist Koordinatorin des Telefonischen Besuchsdienstes bei der Arbeiterwohlfahrt Wuppertal und zuständig für die Gewinnung von Ehrenamtlichen sowie deren Qualifizierung und Begleitung.

Zu den Aufgaben der Telefonpatinnen und –paten gehört in erster Linie ein wöchentlicher, rund einstündiger Anruf bei „ihrem“ älteren Menschen, zuzüglich einer kurzen Vor- sowie Nachbereitung. Vor Beginn der ehrenamtlichen Tätigkeit ist eine einführende Schulung geplant. Vierteljährliche Austauschtreffen ergänzen die Begleitung der ehrenamtlichen Telefonpaten. „Also ein insgesamt sehr überschaubares und gut im Alltag integrierbares Ehrenamt, dem bequem von zu Hause aus nachgegangen werden kann. Wer älteren Wuppertalerinnen und Wuppertalern eine Freude bereiten und mit Herz verbunden sein möchte, melde sich bitte bei mir“, so die Koordinatorin. „Natürlich können sich auch Seniorinnen und Senioren bei uns melden, die gerne angerufen werden wollen.“

Finanzielle Unterstützung erhält der telefonische Besuchsdienst durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West, die eine Spende in Höhe von 3.000 Euro für die Anschubfinanzierung bereitstellt. „Dafür danken wir sehr, das ist eine wichtige Hilfe für ein wichtiges Projekt“, so Dezernent Kühn.

Nähere Auskünfte erteilt Birgit Paziener bei der Arbeiterwohlfahrt, Tel. 0202 / 2 45 77 40 oder unter besuchamtelefon@awo-wuppertal.de.