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Straßenverkehr: Immer mehr Fahrzeuge in Wuppertal

Straßenverkehr : Immer mehr Fahrzeuge in Wuppertal

Die Zulassungen von neuen Fahrzeugen nimmt auch in der Stadt Wuppertal immer weiter zu. Dass nun zum ersten Mal über 200.000 Fahrzeuge zugelassen waren, hat natürlich mehrere Gründe.

Einer davon dürfte sein, dass die Fahrtstrecken im Alltag zunehmen. Da gerade im vergangenen Jahr auf den S-Bahn-Linien zwischen Wuppertal und Essen häufiger Probleme auftauchten, ist ein weiterer Grund. Aber wie verteilen sich die Zahlen und beziehen sie sich rein auf Autos?

Wie sehen die Zahlen aus?

Am 01. Januar 2019 konnte der Bezirk Wuppertal-Stadt zum ersten Mal insgesamt die Marke von 200.000 zugelassenen Kraftfahrzeugen erreichen. Die Zahlen im Überblick:

  • Pkw insgesamt - 171.706 Pkw waren insgesamt zugelassen. Darauf entfielen 121.020 Benziner und 46.458 Dieselfahrzeuge. Aber auch Autogas und Hybridwagen wurden gemeldet. Auf den Elektroantrieb entfielen 330 Fahrzeuge.
  • Kraftfahrzeuge - insgesamt waren 16.504 Kraftfahrzeuge zugelassen, also Motorräder, Roller und auch Anhänger. Die Anzahl der zweirädrigen Kraftfahrzeuge betrug 16.085 Stück, den Rest machten dreirädrige Fahrzeuge und leichte vierrädrige Kfz aus.

Die Steigerung liegt jedoch nicht allein an der täglichen Notwendigkeit, zur Arbeit zu gelangen. Wuppertal wächst allgemein, denn Anfang 2020 hatte Wuppertal rund 1.400 Einwohner mehr. Gerade im letzten Quartal des vergangenen Jahres gab es einen deutlichen Bevölkerungszuwachs gegeben. Aber welche Bereiche Wuppertals betrifft das besonders?

  • Die Gewinner - Elberfeld-West und Ronsdorf wachsen allgemein besonders deutlich. Dabei gibt es übrigens besonders viele »Wuppertalerinnen«.
  • Der Verlierer - Cronenberg und Elberfeld verlieren die meisten Einwohner. Dies liegt mitunter daran, dass es schlichtweg keinen passenden Wohnraum gibt.

Auch die Zahl der Motorräder steigt

Wie bereits ersichtlich, erstrecken sich die Zulassungszahlen nicht allein auf die Pkw, sondern beziehen auch Motorräder mit ein. Die Beliebtheit dieser Gefährte steigt allgemein, wobei Wuppertal beinahe die perfekte Lage für Motorradfahrer hat. Mitten im Grünen, doch weder Landstraßen noch Autobahnen und Städte sind weit entfernt. Die Lage Wuppertals ist allerdings nicht der alleinige Grund für die Beliebtheit:

  • Witterung – die frühen warmen Tage und die langen Sommer, die sich, zwar in abgeschwächter Form, bis in den tiefen Herbst ziehen, sind ein Segen für Motorradfahrer. Ausfahrten können nun schlichtweg über 8 Monate im Jahr geplant werden, nicht nur über 5 bis 6 Monate.
  • Zuverlässigkeit – zumindest in den vergangenen zwei Jahren war das Wetter relativ zuverlässig. Schien die Sonne, so blieb sie am Himmel. Da die Wetterlagen lange anhielten, konnten Ausfahrten wesentlich zuverlässiger geplant werden. Interessierte Fahrer probierten somit das Motorradfahren für sich aus, während sie in den Vorjahren eher abwarteten.
  • Umwelt – Motorräder fallen nur in den seltensten Fällen – und das im Ausland – unter die heiß diskutierten Fahrverbote. Zugleich benötigen sie keine Umweltplakette, sodass sie im hiesigen Stadtverkehr schlichtweg praktisch sind.

Im Alltag bringt ein Motorrad natürlich Abstriche mit sich, denn der große Kofferraum ist nicht mit an Bord. Um allerdings von A nach B zu gelangen, ist das Motorrad oft die praktischere und im Unterhalt günstigere Wahl.

Motorräder vor dem Kauf immer genau checken

Erfahrene Motorradfahrer kennen oft jede Schraube an ihrer Maschine und können schon auf den ersten Blick sehen, ob bei einem Gefährt Probleme vorliegen. Dies trifft allerdings nicht auf diejenigen zu, die sich zum ersten Mal eine Maschine anschaffen wollen. Wer nun auf ein gebrauchtes Motorrad setzt, der sollte beim Kauf ganz genau hinsehen:

  • Suche nach Vorschäden – gibt es Streifspuren oder sieht der Lack nachbearbeitet aus? Dies sind untrügliche Zeichen dafür, dass das Motorrad schon einen Sturzunfall hatte. Wurden die Folgen korrekt repariert, ist das natürlich kein Problem, sollte sich aber auf den Preis auswirken.
  • Schwachstellen erkennen – die Kette, aber auch die Bremsen und Elektrik sind Schwachstellen. Laien haben hier kaum eine Chance, normale Gebrauchsspuren von Problemen zu unterscheiden. Daher empfiehlt sich, mindestens eine erfahrene Person mitzunehmen. Diese sollte jedoch nicht nur ein erfahrener Motorradfahrer sein, sondern Ahnung von Maschinen besitzen.
  • Überprüfung – im Rahmen der Probefahrt lohnt es sich, immer eine entsprechende Werkstatt aufzusuchen. Werkstätten mit TÜV- und DEKRA-Anbindung bieten in der Regel stets Gebrauchtwagenüberprüfungen an, die auch für Motorräder gelten. Sicherlich sind die Prüfungen kostenpflichtig, doch geben sie zuverlässig und verbindlich preis, welche Probleme die Maschine hat. Mit der Mängelliste lässt sich bei weiterhin bestehendem Interesse zudem der Kaufpreis nach unten verhandeln. Natürlich sollte diese Prüfung nur dann genutzt werden, wenn schon ein großes Interesse an eben diesem Motorrad besteht.

Bei neuen Motorrädern entfallen diese Schritte natürlich, da es sich um Modelle ohne Gebrauchsspuren handelt. Die Finanzierung eines Motorrads ist bei beiden Gefährtarten übrigens relativ gleich:

  • Finanzierung über Händler – wer eine neue Maschine oder ein gebrauchtes Motorrad über den Händler kauft, der kann dort in der Regel eine Finanzierung abschließen. Vergleichsoptionen bestehen hier nicht.
  • Ratenkredit – er wird selbstständig und unabhängig vom Kauf aufgenommen. Käufer können nun gezielt die Konditionen der einzelnen Kredite miteinander vergleichen und das für sie persönlich günstigste Modell herausfiltern.
  • Private Finanzierung – wahlweise wird die Maschine vom Ersparten gekauft, oder ganz oder teilweise über die Familie finanziert. Bei privaten Darlehen sollte dennoch ein Vertrag geschlossen werden. Sicherlich sind Eltern und Großeltern freundlicher, wenn es einen Monat knapp wird und die Rate später kommt, dennoch sichert der Vertrag beide Seiten ab.

Die Finanzierung kann selbstverständlich aus mehreren Möglichkeiten kombiniert werden. Erspartes kann mit einem Ratenkredit und zusätzlich der Finanzierung über den Händler genutzt werden.

Motorräder erfreuen sich in Wuppertal wachsender Beliebtheit. Kein Wunder, da viele Touren fast vor der Haustür liegen. Foto: Unsplash.com/Kirill Petropavlov

Fazit – Wuppertal auf zwei Rädern

Die Zulassungszahlen von Fahrzeugen steigen in Wuppertal allgemein an, doch auch die Zulassungen der Motorräder nehmen zu. Die Zweiräder gelten in Wuppertal seit jeher als beliebt. Abgesehen von Großeinkäufen lässt sich das Motorrad mittlerweile wunderbar in den Alltag integrieren und bietet so schon auf dem Arbeitsweg eine kleine Chance der Ausfahrt. Und am Wochenende warten das Bergische Land, Sprockhövel und der Pollen oder auch die Loreley darauf, von Motorradfahrern entdeckt zu werden.