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Spielplatz Hundsbusch: Die Stadt Wuppertal ist jetzt am Zug

Aktion mit Eigeninitiative : Spielplatz Hundsbusch: Die Stadt ist jetzt am Zug

Anfang September hatte die „Interessengemeinschaft Spielplatz Hundsbusch“ zum Uellendahler Ortstermin eingeladen, um auf den desolaten Zustand des Areals aufmerksam zu machen. Die Stadt hatte zu diesem Zeitpunkt bestätigt, dass in Kürze Projekte auf den Weg gebracht werden, um die Lage zu verbessern. So lange wollten die Eltern nicht warten und legten schon mal selbst Hand an ....

Das Rutsch-Klettergerüst mit Hängebrücke und Turm ist seit zwei Jahren gesperrt und nur notdürftig gesichert worden, bis es erneuert werden soll. Die Kinder warten weiterhin auf „ihren“ kompletten Spielplatz – gerade jetzt, wo Spielmöglichkeiten dringend gebraucht werden.

Vielen Worten folgten nun am vergangenen Samstag Taten: Die Familien der Interessengemeinschaft trafen sich auf dem Spielplatz zu einer Säuberungsaktion. Das Piratenspielschiff beispielsweise wurde mit Hochdruckreiniger und Schrubber von Moos und schwarzem Belag befreit – natürlich unter Beachtung der aktuellen Corona-Regeln. Schöne Überraschung dabei: Eine Anwohnerin half den Aktiven spontan mit Strom und Wasser aus. „Wir würden sehr begrüßen, wenn jetzt die Stadt schnell handelt und die versprochenen Projekte zur Sanierung des Spielplatzes auf den Weg bringt“, sagt Anna Müller von der Interessengemeinschaft.

Teamleiter Carsten Gnipp von der Stadt Wuppertal, zuständig für Grün- und Freiflächenpflege, äußerte sich in einem Brief an die Interessengemeinschaft. Er begrüßte die Säuberungsaktion und bestätigte, dass das nötige Gelder für die Sanierung bereitsteht, informierte aber auch darüber, dass es durch veränderte Arbeitsbedingungen angesichts von Corona zu Verzögerungen bei der ausführenden Firma kommt.

Eine Ausschreibung für den Rutschturm ist noch nicht erfolgt – sie soll aber in Kürze angegangen werden. Jetzt steht erst einmal die Erneuerung der Netzschaukel im Vordergrund. Alle weiteren Projekte für die Spielplatzsanierung sollen mit hoher Priorität bearbeitet werden – so die Stadt.