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Sieben Meter hoher Lärmschutz

Sieben Meter hoher Lärmschutz

Sechs Millionen Euro kostet die Renovierung des Freibades Mählersbeck in Wuppertal, die einem Neubau gleichkommt. Und deswegen mit schmerzhaften Auflagen verbunden ist.

In der jüngsten Sitzung des Sportausschusses hatte Dezernent Matthias Nocke mit ein Sanierungskonzept für das Freibad Mählersbeck überrascht, das ausdrücklich auch die Prüfung eines alternativen Standortes umfasste. Doch nachdem CDU und SPD sich bald darauf für die Beibehaltung des Bades an der angestammten Stelle aussprachen, erläuterte Hans-Uwe Flunkert, der Leiter des Gebäudemanagements, in einer offenen Bürgeranhörung am Beckenrand die aktuellen Pläne für die Renovierung der traditionsreichen "Mäh". Danach kommt die im nächsten Jahr anstehende Sanierung des Bades praktisch einem Neubau gleich.

Der gesamte Baubestand, in dem sich Technik, Umkleidekabinen und die ehemalige Gaststätte befinden, muss abgerissen werden. Erneuert werden muss auch das Schwimmbecken, aus dem chlorhaltiges Wasser entweicht. Mit dem Sanierungskonzept sind außerdem verschärfte Lärmschutzauflagen verbunden. So muss eine sieben Meter hohe Mauer zu den Nachbargrundstücken errichtet werden, falls die Wasserfläche nicht verkleinert wird. Deswegen wird eine Verlagerung der Nichtschwimmer-Wasserfläche geprüft. Das ist aber schwierig, weil das gesamte Gelände in der Nachkriegszeit mit kontaminiertem bleihaltigem Bauschutt aufgeschüttet worden ist. Zudem muss die Stadt mit 80 Plätzen das Parkraumangebot vergrößern.Fünf Millionen Euro stehen dem Gebäudemanagement zur Verfügung. Nach den ersten Hochrechnungen müssten sechs Millionen Euro investiert werden.

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Hermann Josef Richter, Vorsitzender des Nächstebrecker Bürgervereins, nutzte die Gelegenheit zu einem flammenden Appell: "Der Standort muss erhalten bleiben, das Bad ist ein Stück Seele des Wuppertaler Ostens. Wenn dies nicht geschieht", so drohte er, "werden wir den Standort mit einem Bürgerbegehren erstreiten". Das wird nach dem Einlenken der beiden großen Parteien nicht nötig sein. Auch wenn die Ratsfraktion der Grünen bedauert, dass Alternativen nicht zumindest geprüft werden...