Sie stand am Beginn einer Weltkarriere

Sie stand am Beginn einer Weltkarriere

Der Absturz der "Germanwings"-Maschine kostete auch Wuppertaler das Leben. Unter ihnen Maria Radner. Die Altistin wohnte mit ihrem Lebensgefährten und ihrem einjährigen Sohn, die ebenfalls in dem Flugzeug saßen, in Cronenberg.

Maria Radner war noch am Vorabend im Gran Teatre del Liceu in Barcelona als Erda in einer von sieben "Siegfried"-Aufführungen umjubelt worden. Ihr Tourneeplan sah im April Auftritte im Teatro Colon in Buenos Aires vor, und im August hätte sie bei den Bayreuther Festspielen als Floßhilde in "Rheingold" und in der "Götterdämmerung" debütiert.

In ihrer jungen Karriere hatte die 33-Jährige bereits an der Mailander Scala, der Metropolitan Opera in New York und im Londoner Covent Garden gesungen. Experten bescheinigten der Altistin eine große Stimme.
In Sängerkreisen galt Maria Radner als ausgesprochen liebenswerte und warmherzige Kollegin. Begonnen hatte sie ihre sängerische Laufbahn an der Hagener Oper.

Ihre damaligen Kollegen Dominik Wortig und Boris Leisenheimer, beide zuletzt auch Mitglieder des Wuppertaler Opernensembles, zeigten sich fassungslos über die Absturznachricht. Wortig: "Man kriegt dieses 'Warum' nicht aus dem Kopf." Er hatte Maria Radner noch am Dienstag um 18 Uhr eine SMS geschickt, ob es ihr gut gehe, nachdem er von dem Absturz gehört hatte, berichtet die WAZ. Auch Leisenheimer zeigte sich gegenüber der Rundschau tief betroffen: "Die Tränen laufen immer wieder..."