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Bus, Bahn und Schwebebahn: ÖPNV-Preise steigen um 1,9 Prozent

Bus, Bahn und Schwebebahn : ÖPNV-Preise steigen um 1,9 Prozent

Die Fahrpreise im Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) erhöhen sich zum 1. Januar 2018 um durchschnittlich 1,9 Prozent. Dies sei eine Folge der allgemein steigenden Betriebs- und Personalaufwände, teilte der VRR am Mittwoch (5.

Juli 2017) mit.

"Zu einem attraktiven Nahverkehrssystem gehören Tarife, die die betrieblichen Aufwendungen und künftigen Investitionen berücksichtigen sowie den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen gerecht werden", so VRR-Vorstand José Luis Castrillo. "Insofern besteht die Herausforderung darin, Tarife und Tarifentwicklungen zwischen Kostenorientierung und Marktakzeptanz auszubalancieren."

Castrillo kündigte zugleich "strukturelle Verbesserungen" innerhalb der Tarife an. So werden in der Preisstufe C die derzeit 170 Gültigkeitsbereiche in nur noch 19 Regionen zusammengefasst. Ab dem kommenden Jahr gilt auch für Auszubildende ein dem "SchokoTicket" ähnliches Angebot für zunächst 59,95 Euro. "Rund 90 Prozent der Kunden mit den Preisstufen A oder B nutzen bislang regelmäßig ein Zusatzticket, um ihren Geltungsbereich zu erweitern", so Castrillo. "Insofern profitieren auch diese Kunden von dem netzweiten Angebot, denn diese ZusatzTickets sind bei der erweiterten Gültigkeit des YoungTickets und des YoungTicketPLUS künftig nicht mehr nötig." Die bisher auf einen Kalendertag bezogenen Tagestickets werden auf eine Geltungsdauer von 24 Stunden nach Entwertung ausgeweitet. Neu ist zudem eine Variante mit einer Gültigkeit von 48 Stunden.

Das "SozialTicket" wird um 2,25 Euro teurer und kostet dann ab dem 1. Oktober 37,80 Euro pro Monat zum 1. Oktober 2017 beschlossen. "Trotz dieser Anpassung orientiert sich das Ticket auch weiterhin am halben Preis eines Ticket1000. Damit Fahrgäste das rabattierte Angebot jedoch tatsächlich auch im Jahr 2018 und darüber hinaus nutzen können, ist der VRR zwingend auf die weitere finanzielle Unterstützung des Landes angewiesen", so der VRR.

Der Preis eines Einzeltickets für Erwachsene wird zum 1. Januar 2018 verbundeinheitlich in den Preisstufen gestaffelt angepasst. Während es in den Preisstufen A1 und A2 stabil bleibt, erhöht es sich in den Preisstufen A3 und B um zehn Cent. Eine größere Anpassung in Höhe von 40 Cent bzw. 30 Cent ist in den Preisstufen C und D vorgesehen. Die Kinderpreise für das in allen Preisstufen einheitliche Einzelticket sowie für das 4erTicket bleiben gleich. Auch Einzel- und 4erTickets im Kurzstreckenbereich werden nicht erhöht.