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Nach Schuss: Keine Ermittlungen gegen Wuppertaler Polizisten

Elberfelder Grünstraße : Nach Schuss: Keine Ermittlungen gegen Polizisten

Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen einen Polizeibeamten eingestellt, der am 5. Juli 2022 in der Elberfelder Grünstraße auf einen mit einem Messer bewaffneten 30-Jährigen geschossen und ihn verletzt hat.

„Nach dem Ergebnis der Ermittlungen nahmen die Beamten bei der Schussabgabe irrig an, dass der Angreifer eine echte Schusswaffe gezogen und mit dieser in ihre Richtung gezielt hat. Dass es sich tatsächlich um eine Spielzeugpistole gehandelt hat, war für die Polizeibeamten in der konkreten dynamischen Situation nicht erkennbar“, heißt es zur Begründung. „Die sogenannte Anscheinswaffe war auf den ersten Blick nicht als solche erkennbar und nicht von einer echten Schusswaffe zu unterscheiden.“

Die Polizei war nach eigenen Angaben an dem Tag zunächst zum Bereich rund um die Rathaus Galerie gerufen worden. Zeuginnen und Zeugen hatten dort am Nachmittag gegen 16:45 Uhr demnach einen Mann gemeldet, der mit einem Messer unterwegs war. Die Polizei forderte ihn auf, das Messer auf den Boden zu legen. Darauf sowie auf einen Warnschuss habe er aber nicht reagiert, heißt es aus dem Präsidium. Stattdessen sei er Richtung Grünstraße weitergegangen.

Auch der Einsatz von Pfefferspray sei erfolglos geblieben. „An der Grünstraße setzte er sich auf eine Parkbank und drohte zunächst damit, sich selbst als auch die Beamten mit dem Messer zu verletzen, und zog dann unvermittelt eine Pistole, mit der er auf die Polizisten zielte“, so der Einsatzbericht. Stattdessen habe er eine Schusswaffe gezogen. Die Polizei schoss daraufhin ihrerseits auf ihn. Der Mann wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Aus Neutralitätsgründen hat das Polizeipräsidium Hagen die Ermittlungen übernommen.