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Mit 50 Metern Luft nach oben

Mit 50 Metern Luft nach oben

Die Umwandlung des Heckinghauser Gaskessels in Wuppertal in eine weitere "Sport-Park"-Filiale wurde jetzt auch von der Bezirksvertretung Heckinghausen abgesegnet — einstimmig.

Die Stadtwerke als Eigentümer werden Investor Thomas Drescher den Gaskessel, der einen Durchmesser von 37 Metern hat, verkaufen — und sich finanziell an der Realisierung beteiligen, weil sie in den nächsten Jahren die Unterhaltungskosten sparen. Die Stadt erwartet 500.000 Euro aus einem Sonderfonds des Bundes und übernimmt bei einem Ausfall die Verantwortung für diesen Betrag.

Der Investor plant durch seine Architekten Daniel Mai und Marcello Groß vom Büro GKM den Einbau eines fünfstöckigen, 20 Meter hohen Hauses in die leere Gaskessel-Hülle: Darin stecken eine Ausstellungsfläche im Erdgeschoss, über der ein Viertel des historischen Gasdruckdeckels erhalten bleibt, ein Büro im ersten Stock sowie Sport und Fitness in den Etagen drei bis fünf. Auf dem Dach des Innenhauses entsteht Gastronomie — mit rund 50 Metern Luft nach oben. Natürliches Licht wird durch Kunstlicht ergänzt. In die selbsttragende Hülle werden für die fünf Etagen 35 Fenster mit einer Größe von drei mal drei Metern geschnitten.

Der Gaskessel wird durch eine äußere Kombination aus Treppe und Aufzug erschlossen. Auf dem Dach in Höhe von 67 Metern erlaubt ein Umlauf eine weite Aussicht auf die Stadt. Die Zu- und Abfahrt soll von der Straße Auf der Bleiche erfolgen, wenn entsprechende Grundstücke erworben werden können.

Falls von der Düsseldorfer Bezirksregierung die Zusage kommt, wird der bisher eingeschränkte Bolzplatz in eine Grünanlage zwischen Gaskessel und Feuerwehr verlegt. An dem bisherigen Ort entsteht ein vergrößertes Stadtteilzentrum für Heckinghausen. Die Pläne sehen außerdem vor, die Mohrenstraße zur Allee werden zu lassen.

(Rundschau Verlagsgesellschaft)