Kongress für nachhaltige Schülerfirmen

Großes Interesse : Kongress für nachhaltige Schülerfirmen

Nachhaltige Schülerfirmen bieten jungen Menschen die Chance, sich mit aktuellen und künftigen Fragestellungen der gesellschaftlichen Entwicklung auseinanderzusetzen. Möglichkeiten zur Gründung und zum Betrieb solcher Schülerfirmen wurden bei einem Kongress an der Bergischen Universität Wuppertal vorgestellt.

Mehr als 100 Akteure aus Wissenschaft, Schule und Unternehmen trafen sich zu einem regen Austausch, Präsentationen und Diskussionen im Hörsaalzentrum auf dem Campus Freudenberg.

Schülerinnen und Schüler von drei Wuppertaler Schulen leiteten den Kongress mit ihren Präsentationen ein. Die Schülerfirma des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums, OIDR ("Opinion Institute De Recherche"), präsentierte ihre Geschäftsidee eines Marktforschungsinstituts. Die Jungunternehmerinnen und -unternehmer haben bereits zwei Pilotprojekte erfolgreich gemeistert, bei denen jeweils in umfangreichen Befragungen die Attraktivität des Wuppertaler Zoos und der Cronenberger Bürgervereine unter Jugendlichen gemessen und ausgewertet wurde.

"SCHWUPP", die Schülerfirma am Bayreuther Gymnasium, konzentriert sich mit ihrer Idee auf die Vermarktung nachhaltiger Kleidung und verfügt hierzu bereits über einen eigenen Online-Shop, bei dem Bestellungen entgegengenommen werden. Die Schülerinnen und Schüler des Bergischen Kollegs gründeten die Schülerfirma Pausenstoff eSG, die den Betrieb der schuleigenen Cafeteria mit fair gehandelten Produkten sicherstellen möchte.

Im zweiten Teil des Kongresses lieferten Fachvorträge neue Impulse für die Schülerinnen und Schüler. Prof. Dr. Uwe Schneidewind vom Wuppertal Institut widmete sich dem Thema Schülerfirmen und Nachhaltigkeit. Dr. Tariq Odeh, Geschäftsführer der CETEQ GmbH, sprach über Schülerfirmen aus unternehmerischer Sicht unter besonderer Berücksichtigung der Digitalisierung.

"Der erste Kongress für nachhaltige Schülerfirmen im Bergischen Land kam unter den Schülerinnen und Schülern sehr gut an. Während der Veranstaltung wurden Folgeaufträge an Schülerfirmen vergeben, ebenso fanden neue Kooperationsgespräche zwischen den beteiligten Schulen und anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern statt", fasst Organisator Wolfgang Kuhn, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Schumpeter School of Business and Economics der Bergischen Universität, zusammen.

"Nachhaltige Schülerfirmen im Bergischen Land" ist ein Projekt der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit "KURS 21" und dem "Genossenschaftsverband — Verband der Regionen. Gefördert wird das auf drei Jahre angelegte Vorhaben durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit einem Fördervolumen von knapp 125.000 Euro.

Mehr von Wuppertaler Rundschau