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Erste deutsche Feuerwehr-WG in Wuppertal: Gemeinsam leben, kochen und löschen

Erste deutsche Feuerwehr-WG in Wuppertal : Gemeinsam leben, kochen und löschen

Die Wuppertaler Feuerwehr will männliche und weibliche Studenten für ihre freiwilligen Einheiten gewinnen und lockt mit einer ungewöhnlichen WG.

Oft sind sie schneller am Brandort als die Berufsfeuerwehr, die 560 Freiwilligen Feuerwehrleute in den Stadtteilen. Auf der Suche nach Nachwuchs gerät dabei die Universität immer mehr in den Blickpunkt. Selbst Personal für die Berufswehr wird aus den Reihen der Studenten gewonnen — meist aus dem Fachbereichs Sicherheitstechnik. "Studenten, die an ihrem Heimatort der Freiwilligen Feuerwehr angehören, sind selbstverständlich auch in Wuppertal willkommen", stellt Feuerwehrchef Ulrich Zander klar. Wohnen können sie beispielsweise in einer WG, die jetzt in Ronsdorf speziell für Firefighters eingerichtet wurde.

Neben dem Gerätehaus an der Talsperrenstraße steht ein denkmalgeschütztes Wohnhaus, das von Matthias Dietrich und Stefan Rassek (im Sachverständigenbüro Rassek und Partner arbeiten neun Ehrenamtler) aus privater Hand erworben wurde und einschließlich Ausstattung zur Feuerwehr-Wohngemeinschaft umfunktioniert wird. Auf den rund 120 Quadratmetern gibt es vier Einzelzimmer, einen großen Wohnraum und Bäder.

Der erste Student aus Kleve hat sich bereits eingemietet, weitere Studierende können sich noch bewerben. Die Miete liegt bei 200 Euro plus Nebenkosten. Wichtiger als Gewinn (Ziel: schwarze Null) ist den Hausbesitzern, Nachwuchs für den Löschzug zu gewinnen und diesen auszubilden. Gesichert ist dann der kurze Weg zu den Einsatzfahrzeugen.