1. Lokales

"Klein-Wuppertal" zieht um

"Klein-Wuppertal" zieht um

Der Verein "Wuppertal-Achse" hat ein neues Domizil für sein Modell gefunden. Es steht künftig im Bünger-Gebäude an der Wichlinghauser Straße.

Mitglieder und freiwillige Helfer hatten zuvor "Klein-Wuppertal" in Einzelteile zerlegt und nun die Kisten auf einen Transporter verladen. In den kommenden Wochen und Monaten bauen sie die Ansicht, wie die Talachse zur Zeit der Stadtgründung 1929 aussah, in der neuen Bleibe in mühevoller Kleinarbeit zusammen.

In den vergangenen zehn Jahren musste das Modell mehrfach den Standort wechseln. Vom Rauental ging es in die Moritzstraße, dann in die Breslauer und Königsberger Straße. Dort war zuletzt die Miete zu hoch. Die Einzelteile wurden deshalb in Solingen gelagert. Trotz dieser buchstäblich bewegten Vergangenheit ist es mittlerweile auf 15,20 Meter Länge angewachsen - die zusätzlichen Einzel-Bauwerke nicht mitgezählt. Am Ende sollen es 140 Meter sein.

Das Ziel laut vereinseigener Homepage: "Das Stadtmodell im Maßstab 1:87 wird als Hauptattraktion unseres Projekts die Zeit der Stadtgründung Wuppertals (1929) anschaulich dokumentieren. Alle Straßen, Gebäude und Verkehrsmittel sollen maßstabsgetreu nachgebildet werden. Dabei werden fahrende Eisenbahnen, die Schwebebahn, Straßenbahnen und Autos dem Betrachter einen lebendigen Eindruck vom damaligen Wuppertal geben.

Schautafeln, Foto-Collagen, historische Texte und Videos sollen dem Betrachter auf abwechslungsreiche Weise sowohl die städtebauliche Entwicklung des Wuppertals bis heute, als auch die herausragende kulturhistorische und vor allem auch sozial- und gesellschaftspolitische Bedeutung dieser Region für Deutschland und Europa seit der Frühindustrialisierung vermitteln.

Erstellt werden die einzelnen Modelle vornehmlich aus ,natürlichen' Werkstoffen, wie Holz und Pappe. Kunststoff wird lediglich in Form von Transparentfolie für Fenster verwendet. Diese Arbeitsmaterialien beziehen wir in hohem Maße aus bereits benutzten Produkten, die ansonsten umweltbelastend entsorgt werden müssten."