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"Fridays for Future"-Demo vor dem Wuppertaler Hauptbahnhof

Fünf Jahre Klimaabkommen : FFF: Demo vor dem Wuppertaler Hauptbahnhof

Die Wuppertaler Gruppen von „Fridays for Future“ und von „Students for Future“ demonstrieren am Freitag (11. Dezember 2020) ab 16 Uhr auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs. Anlass ist der fünfte Jahrestag des Pariser Klimaabkommens.

Am 12. Dezember 2015 hatten 196 Staaten es auf der UN-Klimakonferenz verabschiedet. Darin verpflichten sich alle Staaten dazu, die globale Klimakrise auf weit unter 2 Grad Celsius Erderwärmung zu begrenzen, möglichst auf 1,5 Grad Celsius. Fünf Jahre später sei der Zwischenbericht „mehr als ernüchternd“. Die Weltgemeinschaft steuere bei aktuellem Verhalten auf eine Mindesterwärmung von drei Grad Celsius zu, „mit irreversiblen Schäden für das Ökosystem Erde und die Menschheit, so wie sie heute lebt“, so „Fridays for Future“. Am 4. November 2020 sind zudem die USA aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten.

Ist das Projekt gescheitert? „Wir sagen nein! Paris ist nach wie vor möglich und wichtiger als je zu vor. Schon jetzt zeigt sich, dass die Prognosen der Wissenschaft bezüglich der Klimakrise übertroffen werden. Ein ,Weiter‘ so ist nicht zu rechtfertigen. Paris ist nötig und realisierbar“, findet Lea Hochkirchen von den „Students for Future Wuppertal“. Auch wenn der designierte US-Präsident Joe Biden angekündigt habe, dass sein Land nach seiner Amtseinführung im Januar dem Pariser Klimaabkommen wieder beitreten werden, müsse sich „die Weltgemeinschaft jetzt zusammenreißen und endlich konsequenten Klimaschutz betreiben. Denn das Pariser Klimaabkommen darf nicht gebrochen werden.“

Um an diese Verpflichtung sowohl auf kommunaler als auch auf bundesweiter Ebene zu erinnern, lädt „Fridays for Future“ für Freitag alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler ein, „ab 16 Uhr auf dem Hauptbahnhofsvorplatz für eine lebenswerte Zukunft zu demonstrieren“. Auf der Veranstaltung gilt eine Maskenpflicht, die üblichen Hygieneregeln werden permanent kontrolliert und in Kooperation mit der Polizei durchgesetzt. Im Anschluss ist eine Licht-Aktion geplant, um auch Passantinnen und Passanten auf das Thema aufmerksam zu machen.

 Bild aus dem September.
Bild aus dem September. Foto: Christoph Petersen

„Als wir Anfang 2019 das erste Mal auf die Straße gegangen sind, hofften wir, dass wir das Ende 2020 nicht immer noch machen müssen. Die Politikerinnen und Politiker sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass Deutschland das Pariser Klimabkommen unterzeichnet hat und auf Grundlage diverser wissenschaftlicher Erkenntnisse entsprechend handeln“ sagt Jonah Näckel, Sprecher von FFF Wuppertal. Arian Gaubig: „Statt Einsicht und einer Wende in der Politik kamen eine Schulpflichtdiskussion und halbherzige Danksagungen. Leider ist es Ende 2020 zum 5. Jubiläum des Pariser Klimaabkommens immer noch nötig, dass wir auf die Straße gehen. Die Politik muss endlich handeln!“