Es sei das Jahr, „in dem die Bundesgartenschau aufgehört hat, ein Plan zu sein“, hieß es. Mit der Entscheidung des freiraumplanerischen Wettbewerbs hätten die drei Kernareale „ein Gesicht“ bekommen. „Aus Zustimmung ist Mitwirkung geworden“, so der Vorsitzende Holger Bramsiepe. „Unsere Aufgabe verschiebt sich: Es geht weniger darum, für eine Idee zu werben, als darum, Beteiligung möglich zu machen.“
Der Verein gliedert die Zeit bis 2031 nach eigenen Angaben in vier Phasen: „Chancen säen“, „Zusammen wachsen“, „Gemeinsam aufblühen“ und „Zukunft ernten“. Die erste sei abgeschlossen: „Jetzt gilt das Motto ,Zusammen wachsen‘ — aus Entwürfen werden Bauabschnitte, aus Absichten Termine. Die Stadt macht sich gemeinsam auf den Weg zur konkreten BUGA.“
Die Zahlen des Berichtsjahres sind von einer außergewöhnlichen Zuwendung geprägt. „Die Einnahmen von rund 1,24 Millionen Euro dokumentieren eine anonyme Großspende von einer Million Euro, die der Vorstand als zweckgebundene Rücklage für die künftige Parkanlage an der Tesche angelegt hat. Die zugesagte Förderung an die BUGA gGmbH in Höhe von 240.000 Euro wurde vollständig erbracht — bereits im fünften Jahr“, so der Verein.
Er hat rund 160 Mitglieder. 2025 hat er das BUGA-Lokal in Vohwinkel kommunikativ begleitet, zwei Informationscontainer am Visiodrom aufgestellt, die Quartiersgartenschau QUGA unterstützt und den Platz am Kolk gefördert: „Über 100 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte kamen zu zwei Veranstaltungen im Pina-Bausch-Zentrum. Mit VR-Brillen wurde die geplante Hängebrücke für viele erstmals erlebbar.“
Was 2026 und 2027 ansteht
Für dieses Jahr bereitet der Verein Informationsstelen an ausgewählten Orten rund um die künftigen Areale vor, begleitet weiter die QUGA und plant die „Aktion 1.000 Bäume“. Aus der Versammlung kam die Anregung, „Kaiser- und Königshöhe schon vor 2031 temporär miteinander zu verbinden — eine Pop-up-Variante dessen, was später die Hängebrücke dauerhaft leisten soll.“
Und: „In zwei Workshops haben die Wuppertaler Kulturpartner gemeinsam an ersten Ideen gearbeitet — die etablierten Häuser ebenso wie die freie Szene, von den großen Institutionen bis zu Initiativen aus den Quartieren. Die Kulturlandschaft der Stadt war damit in ihrer ganzen Breite an einem Tisch. Für 2027 sind ein Gutschein- und Vorverkaufsmodell im Gespräch sowie Arbeitskreise, in denen Mitglieder selbst gestalten können. Auch die Region rückt näher: Es gibt Gespräche nicht nur im Städtedreieck.“
Eine Einladung — und eine Bitte
Fünf Jahre bleiben bis zur Bundesgartenschau. Der Verein wirbt dafür, diese Zeit als gemeinsame Aufgabe zu verstehen. „Eine Stadt, die etwas so Großes vorhat, diskutiert darüber — das gehört dazu und ist gut so“, sagte Bramsiepe. „Aber der Ton entscheidet darüber, ob aus Kritik Verbesserung wird oder nur Lärm. Es liegt an uns allen, ob wir 2031 auf ein Projekt schauen, das die Stadt zusammengebracht hat.“
Der Verein lädt ausdrücklich zum Austausch ein: „Vereine, Unternehmen, Initiativen und Einzelne sind eingeladen, sich zum Austausch zu melden — ob Ideen für Projekte in den Quartieren, für kulturelle Formate oder für weiteren Austausch über die Zukunft unserer Stadt, wie es in der Versammlung angeregt wurde.“ Wer mitdenken oder mitmachen möchte, erreicht den Verein unter [email protected].
„Wir gehen diesen Weg gemeinsam“, so Bramsiepe. „Die BUGA machen wir alle zusammen zum Erfolg.“