1. Lokales

FFF Wuppertal: „Der Klimanotstand ist schon längst Realität“

Fridays for Future Wuppertal : „Klimanotstand ist schon längst Realität“

Fridays for Future Wuppertal begrüßt die Entscheidung des Umweltausschusses, einen von 35 Organisationen und Einzelpersonen gestellten Antrag auf Ausrufung des Klimanotstands leicht abgeändert zuzustimmen. CDU und FDP hatten dagegen votiert.

„Wir freuen uns, diesen Erfolg verzeichnen zu können, und sehen uns bestätigt, dass sich unsere Mühen und Gespräche in den letzten Monaten gelohnt haben. Ich möchte betonen, dass sich alle Beteiligten auf dem Weg zu diesem Ergebnis stets respektvoll und vor allem auch kompromissbereit gezeigt haben. Die Entscheidung zeigt, dass Wuppertal gemeinsam bereit ist echten Klimaschutz auf die Tagesordnung zu setzten“, so Lea Hochkirchen (Students for Future Wuppertal).

Nachdem im Mai 2019 in Konstanz der Klimanotstand ausgerufen worden war, haben dies mittlerweile mehr als 70 Kommunen in Deutschland angeschlossen. In Wuppertal war ein erster Anlauf 2019 gescheitert.

„Der Wuppertaler Antrag basiert auf dem gleichen Text wie in den meisten dieser Kommunen. Obwohl dieser in Teilen verändert wurde, handle es sich dennoch um eine wirksame und daher dringend nötige Resolution. Demnach wird unter anderem die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität angesehen. Außerdem verpflichtet sich die Stadt Wuppertal dazu, alle ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auszuschöpfen, um bis 2035 unter anderem die Energieerzeugung durch die Stadtwerke 100-prozentig erneuerbar auszurichten“, so FFF Wuppertal.

  • Bild von einer FFF-Demo im September
    Am 25. März : FFF: „Wirksame Klimapolitik auf Straße einfordern“
  • FFF-Demo im September 2021 in Wuppertal.
    Gegen größeres Autobahnkreuz : Wuppertaler FFF-Protest in Oberhausen
  • Der Wuppertaler Juso-Vorstand.
    Beratung im Hauptausschuss : Jusos unterstützen Klimanotstand-Antrag

„Die Klimakrise ist schon längst Realität. Der Klimanotstand ist schon längst Realität. Wer diesen Antrag ablehnt, weigert sich anzuerkennen, dass es sich um einen Notstand handelt, wenn durch den ansteigenden Meeresspiegel ganze Länder von den Landkarten zu verschwinden drohen. Wenn schon heute in den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Gebieten Menschen durch Dürre hungern, Menschen um Wasser kämpfen und die Folgen dieser Klimakrise gerade in diesem Moment zu spüren bekommen“, sagte Arian Gaubig (Fridays for Future Wuppertal) in seiner Rede im Umweltausschuss. „Wir bieten Euch zum zweiten Mal die Chance, die dramatische Lage einzusehen. Macht nicht den gleichen Fehler wie 2019. Es ist Zeit anzuerkennen, dass wir uns schon längst im Klimanotstand befinden.“

Der Antrag wird nun in der Hauptausschusssitzung am 31. März und voraussichtlich auch im Stadtrat am 5. April behandelt.