Der Live-Blog mit aktuellen Bildern und Infos: Das ist keine Bombe: So sieht der Stahlbetonbrocken aus

Der Live-Blog mit aktuellen Bildern und Infos : Das ist keine Bombe: So sieht der Stahlbetonbrocken aus

Es liegt keine Bombe an der Schloßbleiche, die Innenstadt wird nicht evakuiert. Bei dem Felsbrocken handelt es sich um einen Stahlbetonbrocken, der das verdächtige Metall abgesondert hat, meldet Stadtsprecher Thomas Eiting vor Ort.

15.00 Uhr: Rundschau-Reporter Peter Fichte blickt in die Grube an der Schloßbleiche. Der Stahlbetonbrocken ist nun deutlich zu erkennen. Das Metall sorgte für den Verdacht, dass hier eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg liegen könnte. Das Leben in Elberfeld geht inzwischen wie gewohnt weiter, auch die etwas verlassende Innenstadt füllt sich langsam.

Die Arbeit ist getan. Entschärfer Jost Leisten (r.) hat Entwarnung für Wuppetal gegeben. Foto: Peter Fichte

13.36 Uhr: Die Stadt hebt die geplanten Evakuierungsmaßnahmen mit allen daraus folgenden Einschränkungen der Elberfelder Innenstadt auf. Martina Eckermann: "Rund 350 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, freiwilliger Feuerwehr, Ordnungsamt und Bahnpolizei waren vorsorglich für eine mögliche Evakuierung der Innenstadt zusammengezogen worden. Zu den geplanten Verkehrssperrungen und Betriebspausen von Schwebebahn und Eisenbahn sowie großräumige Umleitungen der Busse."

13.05 Uhr: Rundschau-Reporter Peter Fichte durfte exklusiv in die Grube schauen. Der Felsbrocken ist erst zum Teil freigelegt.

Die Arbeiten am Donnerstagmittag. Foto: Peter Fichte

12.29 Uhr: Noch einmal der Hinweis: Falls der Bereich rund um die Fundstelle evakuiert wird, muss auch die Wuppertaler Rundschau den Verlagssitz am Johannisberg 7 räumen. Das betrifft dann vor allem die Anzeigeannahme und telefonische Erreichbarkeit. Bis dahin läuft der Geschäftsbetrieb normal. Die Redaktion berichtet natürlich auch im Fall der Fälle aktuell weiter, auch in den sozialen Medien. Facebook: @WuppertalerRundschau / Twitter: @WRundschau / Instagram: @wuppertalerrundschau

12.23 Uhr: Der Felsbrocken schiebt den Zeitplan nach hinten. Es wird noch mindestens eine Stunde dauern, bis der Gegenstand identifziert werden kann, melden die Experten.

Es kann nicht mehr lange dauern, bis der Gegenstand erreicht wird. Foto: Christoph Petersen

12.05 Uhr: Der Felsbrocken ist teilweise freigelegt. Er hat einen ungefähren Durchmesser von 80 Zentimetern. Nun muss die Grube verstärkt werden, was zu erheblichen Erschütterungen führt. Die Arbeiten verlaufen aber ruhig und konzentriert. Ziel ist es, unter den Stein zu gelangen, um ihn mit einer Baggerschaufel aus der Grube herauszuheben.

Ein bisschen wie am Sonntagmorgen, sagt Rundschau-Reporter Peter Fichte über die Elberfelder Innenstadt. Foto: Peter Fichte

11.51 Uhr: Ein großer Stein verzögert das Vorankommen. Die Experten überlegen, wie sie den Felsbrocken entfernen.

Der Ort des Geschehens. Foto: Wuppertaler Rundschau

11.27 Uhr: Die Elberfelder Innenstadt erinnert mittlerweile an einen Sonntagmorgen. Die Geschäfte haben noch offen, die Kundschaft bleibt allerdings aus. Die Experten vor Ort sagen, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis der Gegenstand erreicht wird.

10:47 Uhr: Noch ist der Verkehr ungestört, Busse und Schwebebahn fahren. Auch Passanten sind noch unterwegs, berichtet Rundschau-Reporter Peter Fichte. Das Ordnungsamt ist mit allen verfügbaren Kräften - das sind 70 Mitarbeiter - vor Ort.

10.38 Uhr: An vielen Orten in der Welt verfolgen Ex-Wuppertaler den Liveblog der Rundschau. "Ich hoffe, dass alles gut geht, und drücke die Daumen", schreibt Jens Hartmann, der inzwischen in der Nähe von Los Angeles lebt.

10.22 Uhr: Noch 70 Zentimeter fehlen bis zu dem verdächtigen Gegenstand.

9.34 Uhr: Bis zu dem Gegenstand im Erdreich hervor gedrungen werden kann, dauert es nun noch mindestens zwei Stunden, sagt ein Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienst. Ein sehr vorsichtiges Arbeiten sei nun wichtig. In 30-Zentimeter-Schichten wird die Erde abgetragen. Zwei Stützen der Schwebebahn wurden inzwischen abgespannt, damit weiter gearbeitet werden kann. Die Bahnen fahren nur noch sehr langsam über den abgesperrten Bereich.

9.18 Uhr: Bundesweites Interesse am Wuppertaler Fundort: Die Journalisten warten auf Neuigkeiten. Das Ausbuddeln soll allerdings noch mindestens eine Stunde dauern.

8.58 Uhr: Das Loch ist derzeit noch 3,70 Meter tief, die Bombe liegt aber 4,70 Meter unter der Erde. Der Kampfmittelräumdienst beginnt nun damit, vorsichtig die Erde abzutragen. Wie lange das dauert, kann derzeit noch niemand sagen.

8.45 Uhr: Der Kampfmittelräumdienst, ein Entschärfer und ein unterstützender Kollege, hat sich auf den Weg zum Fundort gemacht.

8.40 Uhr: Derzeit ist die Baustelle leer. Die Rundschau ist vor Ort und meldet, sobald der Kampfmittelräumdienst seine Arbeit aufnimmt.

Zeitplan: Ist es tatsächlich eine Bombe, werden die Evakuierung und Entschärfung bis in die frühen Abendstunden dauern.

Unterkunft: Im inneren 250-Meter-Bereich wohnen nach Angaben der Stadt rund 450 Menschen. "Als Anlaufstelle für alle Anwohner und die Mitarbeiter von Geschäften und Einrichtungen dient die Sporthalle Gathe. Für Bewohner und Pflegedienste, die Unterstützung durch die Feuerwehr benötigen, stehen Patiententransportkapazitäten bereit", teilt die Verwaltung mit, falls entschärft werden muss.

Schutz: Der Baustellenbereich, in dem der verdächtige Gegenstand gefunden wurde, ist entsprechend abgesichert und wird auch über Nacht kontrolliert.

Nichts ginge: Busse werden umgeleitet, die Schwebebahn steht still, auch der Bahnverkehr ruht - wenn die Aktion erforderlich ist. Eine Entscheidung soll gegen 10 Uhr fallen. Infos zum ÖPNV: hier klicken!

Zone: Klar ist: Muss der Kampfmittelräumdienst eingreifen, werden alle Gebäude im Umkreis von 250 Metern komplett und ohne Ausnahme geräumt. In einem Radius von weiteren 250 Metern darf niemand die Räume verlassen. Den genauen Plan gibt es hier zu sehen.

Direkt vor Ort: Auch die Rundschau ist betroffen mit dem Verlags- und Redaktionssitz am Johannisberg 7. Im Fall der Fälle wird das Gebäude geräumt. Die Berichterstattung läuft aber natürlich weiter! Die Sparkasse müsste die Zentrale am Islandufer, den Erweiterungsbau am Johannisberg und die Filiale am Kipdorf schließen, ebenso das Von der Heydt-Museum seine Räume.

Die Vorgeschichte: "Wie bei allen Tiefbaumaßnahmen, wurde im Vorfeld der Kanalbauarbeiten der WSW in der Schlossbleiche eine Luftbildauswertung gemacht. Auf Grund der Auswertung wurde eine Detektion für den betroffenen Bereich durch den Kampfmittelräumdienst empfohlen. Bei einem gemeinsamen Ortstermin im September 2017 stellte sich jedoch heraus, dass eine Detektion aus technischen Gründen nicht möglich ist und die Arbeiten entsprechend vorsichtig durchgeführt werden müssen", heißt es aus dem rathaus. Und weiter: "Nach dem Fund von Metallspänen in der Bohrschlacke des unterirdischen Vortriebs haben die WSW daher sofort alle Arbeiten gestoppt und den Kampfmittelräumdienst eingeschaltet. Da die nun notwendige Ausschachtung unmittelbar im Bereich der Schwebebahnstütze geschieht, wird das Gerüst im betroffenen Bereich durch eine Verspannung mit der gegenüberliegenden Stütze gesichert."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kampfmittelräumdienst arbeitet an der Schloßbleiche

(jak)
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