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Corona-Pandemie: Zwei Wuppertaler starten Aktion zur Kneipenrettung

Kneipen-Besuch über WhatsApp : „Der Behinderte und sein Zivi“ starten Aktion zur Kneipenrettung

Zwei „Kneipenaktivisten“ aus Wuppertal haben sich zum Ziel gesetzt, die in der Corona-Krise in Not geratenen Kultur- und Kneipenszene ihrer Stadt über die kommenden Wochen zu helfen, mit Kneipen-Besuchen über WhatsApp.

„Der Behinderte und sein Zivi“, namentlich wollen sie anonym bleiben, sind seit über 35 Jahren jeden Donnerstag als Team in Wuppertals Gaststätten unterwegs und lieben, nach eigener Aussage, die weltoffene Multikulti-Szene Ihrer Heimatstadt.

Nachdem die Wirtschaften ihrer Stadt zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorerst schließen mussten, rief auf ihre Initiative hin einer ihrer Lieblingsgastwirte in der Luisenstraße eine WhatsApp-Gruppe mit Stammgästen ins Leben, in der sich jeden Abend von Montag bis Samstag zwischen 20 und 22 Uhr per Bild- und Tonübertragung „getroffen“ werden kann. Und damit dabei tatsächlich ein finanzieller Beitrag zum Erhalt der Kneipe geleistet wird, so die Idee, der beiden Kneipen-Gänger, veröffentlicht der Wirt seine Kontoverbindung und jeder Gast – der zu Hause bei eigenem Flaschenbier ja auch etwas Geld spart – kann nach Belieben etwas spenden.

Und wenn die virtuelle Kneipe gut läuft, haben „der Behinderte und sein Zivi“ schon die nächste Idee: Der Wirt könnte Künstlern und Musikern über seine Kneipen-WhatsApp-Gruppe die Möglichkeit geben, vor Publikum aufzutreten.