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Corona-Krise: Wie geht es dem Hochschul-Sozialwerk der Uni Wuppertal?

Wie geht es dem Hochschul-Sozialwerk? : „Wir sehen das nicht ganz so düster“

Die Wuppertaler Uni kündigte an, das kommende Wintersemester als „Hybridsemester“ laufen zu lassen. Das bedeutet, nach wie vor weniger Präsenzveranstaltungen und weniger Studierende auf dem Campus. Wie geht es dem Hochschul-Sozialwerk damit? Wir haben nachgefragt.

Das Hochschul-Sozialwerk ist unter anderem verantwortlich für die Verpflegung der Studierenden in Mensen und Caféterien und für die Vermietung der Zimmer in Wuppertaler Studentenwohnheimen. Es arbeitet nicht gewinnorientiert, sondern gemeinnützig. Trotzdem ist es darauf angewiesen, dass Studierende auf dem Campus und nicht am heimischen Computer sitzen. „Wir sehen das kommende Semester nicht ganz so düster“, läutet Fritz Berger, Geschäftsführer des Hochschul-Sozialwerks positiv gestimmt seine Ausführungen ein. Regelmäßig hat er an den Krisenstabssitzungen der Uni teilgenommen und zuletzt die Erkenntnis daraus gezogen, dass im kommenden Wintersemester zumindest Veranstaltungen bis zu 50 Personen stattfinden werden. „Das hat schon einen anderen Charakter als im Sommersemester, denn da war die Hochschule leer, und ist es immer noch“, sagt er. Der Geschäftsführer rechnet zwar mit keiner normalen Anwesenheitsquote der Studierenden, aber mit einer, die nah an der alten Quote dran liegt.

Bereits ab dem 3. August öffnet das Hochschul-Sozialwerk probeweise die Mensa am Haspel und die große Caféteria am Grifflenberg, in der aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln allerdings 30 Prozent weniger Plätze angeboten werden können. Die Mensa am Freudenberg hat den Betrieb bereits wiederaufgenommen, die Hauptmensa am Grifflenberg befindet sich noch in der Umbauphase. „Ob wir damit bis zum Start des Wintersemesters fertig werden, wissen wir nicht“, sagt Berger.

Im vergangenen Sommersemester, blickt der Geschäftsführer zurück, sei der Umsatz der Mensen und Caféterien zwar entfallen, dafür hätten aber auch keine Lebensmittel eingekauft werden müssen. Die Personalkosten konnte das Hochschul-Sozialwerk zum Teil durch Kurzarbeitergeld abdecken, zudem habe das Land NRW den Hochschul-Sozialwerken finanzielle Notfallhilfen zur Verfügung gestellt. „Wir haben also keine großen finanziellen Schwierigkeiten“, erklärt Berger. Aktuell befinden sich noch 100 von insgesamt 190 Mitarbeiterin in Kurzarbeit – „Und ich kann leider noch nicht absehen, ob ich alle Mitarbeiter bis zum Start des neuen Semesters im Oktober zurückholen kann.“

Von den 1150 Wohnheimplätzen, die das Hochschul-Sozialwerk verwaltet, seien rund 20 Prozent aktuell nicht belegt, berichtet Berger weiter. Ein Drittel der Plätze werde in der Regel von ausländischen Studierenden in Anspruch genommen – und die fielen jetzt natürlich weg. „Aber 10 chinesische Studierende haben sich für das kommende Wintersemester bereits angekündigt“, freut sich Berger. Also auch da läuft es langsam wieder an.