Bleibt AiCuris auf dem Wuppertaler Bayer-Areal?

Bleibt AiCuris doch?: Bayer: "Das wäre ein positives Signal"

Es gibt Hoffnung, dass die Pharma-Firma AiCuris, eine ehemalige Ausgründung der Bayer AG, die eigentlich nach Haan umsiedeln wollte, nun doch in Wuppertal bleibt.

Ende vergangenen Jahres hatte die Bayer-Konzernführung beschlossen, die Faktor-VIII-Produktion trotz großer Investitionen nicht in Wuppertal, sondern in den USA zu konzentrieren. Der damit verbundene Abbau von 350 Stellen (insgesamt soll Wuppertal 750 Bayer-Jobs verlieren) hatte in der Stadt für Kritik und Verunsicherung gesorgt.

Bei Bayer im Tal versucht man unterdessen, das Beste aus der Situation zu machen und die frei werdenden Liegenschaften anderweitig zu nutzen. Deswegen ist man nun mit AiCuris in Gesprächen, ob die geplante Verlagerung umgangen werden kann.

Bayer-Sprecher Mike Matthäus bestätigt die aktuellen Verhandlungen mit dem erfolgreichen Mieter, den Professor Helga Rübsamen-Schaeff 2006 als eigenes Start-up im Bayer-Werk an der Friedrich-Ebert-Straße gegründet hatte. Das stetig wachsende Unternehmen konnte seine Expansionspläne allerdings weder bei Bayer noch anderswo in Wuppertal umsetzen — und hatte den Umzug nach Haan angekündigt.

"Der Verbleib von AiCuris in Wuppertal wäre ein positives Signal für den Bayer-Standort, der zuletzt einen so erfreulichen Verlauf genommen hat", so Matthäus. Zumal AiCuris mit gegenwärtig 65 Mitarbeitern selbst ein Hoffnungsträger ist: Hat man doch erst vor wenigen Monaten für die Entwicklung eines revolutionären Medikaments gegen Infektionen bei fehlendem Immunsystem den Deutschen Zukunftspreis gewonnen.

Ob und wann die Gespräche mit Bayer zum Erfolg führen, dazu wollte Holger Schmoll, kaufmännischer Geschäftsführer von AiCuris, noch nicht öffentlich Stellung beziehen.

Mehr von Wuppertaler Rundschau