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40 Jahre Wuppertaler Rundschau: Arbeiten auf Augenhöhe

40 Jahre Wuppertaler Rundschau : Arbeiten auf Augenhöhe

Ich liebe meinen Job! Die Rundschau steht für eine lange Geschichte. Für mich vor allem für ein Team, das die Zukunft meistern wird. Digitale Revolution? Wir schaffen das.

Redakteurin. Am 1. August 2016 steige ich am Johannisberg 7 in den Aufzug und drücke die 6. Etage. Redakteurin. Der erste Tag in meinem Traumjob, den ich mir, seitdem ich 16 bin, herbeigesehnt habe.

Statt ins Ausland zu trampen hatte ich die Semesterferien als freie Mitarbeiterin in kleineren und größeren Lokalredaktionen verbracht, bei Axel Springer gejobbt und zwei Jahre Volontariat hinter mich gebracht. Mit 26 Jahren war ich am Ziel.

Nach zwei Jahren, vier Monaten und 28 Tagen stehe ich wieder im Aufzug. Und auch wenn mein Herz nicht klopft, ist das Gefühl immer noch gut. Denn Arbeiten bei der Rundschau macht mir nicht nur Freude, weil ich immer Journalistin werden wollte. Es macht so viel Freude, weil es die Rundschau ist.

Genau eine Woche nach meinem ersten Arbeitstag habe ich mein — im wahrsten Sinne des Wortes — Herzensprojekt #herztal übergeben bekommen, den crossmedialen Fotowettbewerb, für den ich einen Preis in Berlin und — noch viel wichtiger — ganz viel Resonanz der jungen Wuppertaler erhalten habe.

Ein halbes Jahr später die Verantwortung für das Karrieremagazin "yolo", das ich taufen und konzeptionieren durfte. Und noch viel essenzieller: Ich darf — vom ersten Tag an — zwei Mal in der Woche in den Redaktionskonferenzen journalistische Themen vorschlagen und diskutieren. Auch wenn meine Kollegen und mich viele Berufsjahre trennen, arbeiten wir auf Augenhöhe. Und das ist der wahre Schatz.

Im Sommer in der Mittagspause haben wir einmal darüber gelacht, dass ich vielleicht irgendwann neuen jungen Kollegen von meinen 40 Jahren Rundschau erzählen werde. Und trotz aller Schwierigkeiten stimmt mich die Aussicht auf noch viele Jahre in einer Branche, die vor gigantischen Herausforderungen steht, zuversichtlich.

Die Rundschau steht für ihre Geschichte, aber gerade für uns jüngere Kollegen auch für die Entwicklung neuer Ideen, großer Visionen und Zukunftswillen. Ich wünsche mir wirklich, noch viele Jahre in diesen Aufzug zu steigen, um in die sechste Etage zu fahren und meinen Job machen zu dürfen. Ich bin Rundschau-Redakteurin. Ein super Gefühl.