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Rundschau-Leserbrief zur Elberfelder Innenstadt​

Leserbrief : „Stellt sich als Trauerfall dar“

Betr.: Elberfelder Innenstadt

Ich bin in Wuppertal geboren und lebe hier nun bereits 80 Jahre. In früheren Zeiten war ich stolz, meine Zugehörigkeit zu Wuppertal zu zeigen. Dieses Gefühl ist völlig verschwunden.

Nach wie vor ist immer wieder auf die schöne Umgebung Wuppertals zu verweisen und gleichzeitig der Zustand der Innenstädte, insbesondere Elberfelds, bei Gästen zu entschuldigen. Selbst auswärtige Besucher des bekannten und angesehenen Von der Heydt-Museums sind erschrocken über den Zustand der Elberfelder Innenstadt: Trostlos, kaum mehr kleinere Geschäfte mit Ausnahme der Billigläden, schrecklich herabgekommene und ungepflegte Fassaden (siehe Abeler und andere), kein vernünftiges Marktangebot, keine – noch so kleinen – Grünflächen, die zum kurzzeitigen Ausruhen einladen. Hinzu kommen die bekannten Bauarbeiten in der Poststraße.

Dieser Zustand hat sich im Laufe der letzten Jahre verfestigt. Und der Obrigkeit der Stadt scheint dieser Abwärtstrend offensichtlich nicht bewusst zu sein. Es wird nichts getan, um dem Verfall der einst lebhaften Elberfelder City entgegenzuwirken.

  • Bick Richtung Alte Freiheit in Elberfeld.
    Leserbrief : „Längst schon vor die Hunde gegangen“
  • Die Fassade des ehemaligen Abeler-Hauses.
    Leserbrief : „Die Innenstadt ist ein Bild des Grauens“
  • Der Wochenmarkt am Kolk.
    Leserbrief : „In keiner Stadt ist der Wochenmarkt so unattraktiv“

Der eventuelle Einwand, dass es anderen Städten auch ähnlich ergehe, greift nicht. Es gibt viele Innenstädte, in denen man sich gerne aufhält und deren schlechter Zustand bei Besuchern nicht zu entschuldigen ist. Gelinde gesagt, stellt sich die Elberfelder Innenstadt als Trauerfall dar.

Gisela Hörle

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