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Bergische Uni: Leitfaden für Power-to-Gas mit Wuppertaler Hilfe

Bergische Uni : Power-to-Gas mit Wuppertaler Hilfe

Das Konzept Power-to-Gas kann ein wichtiger Baustein bei der Energiewende und dem Erreichen der Klimaschutzziele in Deutschland und in Europa werden. Und das mit Unterstützung der Bergischen Universität in Wuppertal.

Um die Durchführung solcher Projekte zu erleichtern, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Projekt „Portal Green“, an dem auch die Bergische Uni beteiligt war, einen Leitfaden zu genehmigungsrechtlichen und technischen Anforderungen entwickelt. Er steht ab sofort auf den Webseiten der Verbundpartner kostenfrei zum Download zur Verfügung.

„Power-to-Gas ist eine Schlüsseltechnologie zur weiteren Integration von Erneuerbaren Energien in das Energieversorgungssystem. In den Power-to-Gas-Anlagen wird mit elektrischer Energie Wasserstoff oder Methan hergestellt“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek, Leiter des Lehrstuhls für Elektrische Energieversorgungstechnik, der Teil des Verbundprojekts war. Die Technologie bekomme in der aktuellen Diskussion um Wasserstoff in der Energieversorgung einen Schub – in den kommenden Jahren sollen deutschlandweit Power-to-Gas-Anlagen entstehen und neue Größenordnungen erreichen. „Jedoch stellt diese neue Technologie sowohl bezüglich Genehmigung als auch hinsichtlich der Anwendung der technischen Regelwerke die beteiligten Parteien vor große Herausforderungen“, so Zdrallek.

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Der nun entwickelte Leitfaden bietet hierbei Unterstützung. Er richtet sich an Betreibende, Planende und Herstellende der Anlagen sowie an Behörden und Prüforganisationen, die in den Projekten beteiligt sind. Das Dokument gliedert sich in einen genehmigungsrechtlichen sowie einen technischen Teil und hilft bei der Einstufung in Genehmigungsverfahren, der Anwendung von technischen Regelwerken und erläutert einzureichende Unterlagen. „Der Schwerpunkt der Arbeiten der Bergischen Universität lag zum einen auf den elektrotechnischen Aspekten der Anlagen wie der Stromnetzanbindung und der Gleichstromversorgung und zum anderen auf den anzuwendenden Regelwerken und genehmigungsrechtlichen Grundlagen bezüglich der Rückverstromung“, sagt der Wuppertaler Projektmitarbeiter Marlon Koralewicz.

Das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt „Portal Green“ hat nach einer Laufzeit von 36 Monaten am 31. Dezember 2020 das offizielle Projektende erreicht. Es wurde mit rund einer Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms gefördert. Auf die Bergische Universität entfiel dabei eine Fördersumme von circa 125.000 Euro. Das Projekt-Team bestand aus der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH (Konsortialführer), dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs DVGW, der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, der Bergischen Universität Wuppertal und Uniper.