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Bergische Uni: Analyse zu getöteten Radfahrenden auf Landstraßen

Bergische Uni : Analyse zu getöteten Radfahrenden

2020 wurden 426 Radfahrende in Deutschland im Straßenverkehr getötet, etwa 40 Prozent davon außerorts. Auch etwas mehr als jeder fünfte schwerverletzte Radfahrende wurde außerhalb geschlossener Ortschaften registriert. Seit Jahren stagnieren die Unfallzahlen auf diesem Niveau.

Während für den innerörtlichen Bereich eine Vielzahl von Analysen und Maßnahmenuntersuchungen zur Verbesserung der Sicherheit des Radverkehrs durchgeführt wurden, liegen bislang nur wenige Erkenntnisse zum Unfallgeschehen von Radfahrenden auf Außerortsstraßen vor. Diese Lücke schließt nun ein neues Forschungsprojekt von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach, Leiter des Lehr- und Forschungsgebietes Straßenverkehrsplanung und -technik an der Bergischen Universität Wuppertal. Auftraggeberin ist die Unfallforschung der Versicherer (UDV).

Ziel der Untersuchung ist es, umfassende Erkenntnisse zum aktuellen Unfallgeschehen von Radfahrenden auf Landstraßen zu generieren und entsprechende Hinweise und Empfehlungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Radfahrenden im Landstraßenbereich zu erarbeiten, insbesondere für Unfälle mit schwerem Personenschaden und Beteiligung von Radfahrenden.

„Anhand einer umfassenden Analyse von Unfällen mit getöteten, teilweise auch schwer verletzten Radfahrenden wollen wir detaillierte Erkenntnisse hinsichtlich der Zusammensetzung dieser Unfälle und deren Unfallfolgen sowie über die Besonderheiten der Örtlichkeiten, an denen sich diese Unfälle ereignen, ermitteln“, erklärt Prof. Jürgen Gerlach.

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Darauf aufbauend sollen Zusammenhänge abgeleitet werden, die das Forschungsteam im Rahmen von Bestandsüberprüfungen analysiert will. Anschließend sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Radfahrenden auf Landstraßen vorschlagen werden, die in die Überarbeitung der Regelwerke einfließen können.